18.05.13

SPD-Kanzlerkandidat

Steinbrück holt Machnig in sein Kompetenzteam

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig ist das vierte Mitglied im Kompetenzteam von Peer Steinbrück. Der Wahlkampf-Experte soll Umweltminister Peter Altmaier in Bedrängnis bringen.

Foto: dpa

Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) soll in das Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kommen
Thüringens Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) soll in das Kompetenzteam von SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kommen

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will offenbar den Thüringer Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) in seine Wahlkampfmannschaft holen. Der prominente Landesminister solle im sogenannten Kompetenzteam Experte für Energie und für Fragen des Aufbaus in Ostdeutschland werden, berichtete die "Süddeutsche Zeitung".

Offiziell wurde diese Personalie demnach weder bestätigt noch dementiert. Noch seien die Überlegungen nicht abgeschlossen, verlautete aus der SPD. Das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berief sich allerdings auf eine Bestätigung aus SPD-Kreisen. Den Berichten zufolge soll Machnig im Wahlkampf als eine Art Gegenpart zu Umweltminister Peter Altmaier (CDU) fungieren. In dessen Ressort kennt sich Machnig aus: Er war von 2005 bis 2009 Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit.

In der SPD gilt als großer Vorzug Machnigs seine langjährige Wahlkampferfahrung. Der heute 53-Jährige hatte maßgeblichen Anteil an der Organisation der Kampagnen 1998 und 2002, mit denen Gerhard Schröder zunächst der Sprung ins Kanzleramt und vier Jahre später die Wiederwahl gelang. Auch am SPD-Erfolg bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Jahr 2000 war er beteiligt.

Verzicht auf Schiedek und Allmendinger

Seine politische Karriere begann der Sohn eines Industriearbeiters aus Wimbern im Ruhrgebiet als Mitglied des Sozialistischen Hochschulbundes. In der SPD stieg er unter anderem Dank seines Förderers Franz Müntefering auf, dessen Büro er lange Zeit leitete. Im Jahr 1999 war es Müntefering, der Machnig als SPD-Geschäftsführer vorschlug.

Laut dem Bericht ist immer noch offen, ob Steinbrücks Wahlkampfmannschaft zehn oder zwölf Mitglieder haben wird. Bisher wurden erst drei Mitglieder von dem SPD-Kanzlerkandidaten offiziell präsentiert: IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel, ein scharfer Kritiker der Sozialpolitik des früheren SPD-Kanzlers Gerhard Schröder, wird für Arbeit und Soziales zuständig sein. Wie erwartet deckt der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Thomas Oppermann, die Innenpolitik ab. Die Berliner Designprofessorin Gesche Joost soll die Themen Netzpolitik und Internet vertreten.

Nach Informationen des "Spiegels" werden die Hamburger Justizsenatorin Jana Schiedek und die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin Jutta Allmendinger entgegen anderslautender Spekulationen nicht in dem Kompetenzteam vertreten sein. Die beiden Frauen waren zuletzt für die Bereiche Justiz und Bildung gehandelt worden. Vor allem die 39-Jährige Schiedek hätten viele Sozialdemokraten gerne im Kompetenzteam gesehen.

AFP/ks
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