18.05.13

Rüstungsgeschäft Frankreich vor Kauf von US-Aufklärungsdrohnen


Eine amerikanische Drohne vom Typ MQ-9 Reaper beim Landeanflug

Foto: Paul Ridgeway / dpa

Eine amerikanische Drohne vom Typ MQ-9 Reaper beim Landeanflug

Nach Angaben aus Regierungskreisen will Frankreichs Regierung zwei Aufklärungsdrohnen vom Typ Reaper kaufen. Die Armee will die unbemannten Flugzeuge zur Unterstützung des Mali-Einsatzes nutzen.

Frankreich will nach Angaben aus Regierungskreisen von den USA bis Ende des Jahres zwei Aufklärungsdrohnen vom Typ Reaper zur Unterstützung des Militäreinsatzes in Mali kaufen.

Dies verlautete nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP aus übereinstimmenden Quellen während eines Besuchs des französischen Verteidigungsministers Jean-Yves Le Drian in Washington. Demnach sollten zwei unbemannte Flugzeuge, die bisher für die US-Luftwaffe bestimmt waren, nun an die französische Armee geliefert waren.

Die Zeitschrift "Air et Cosmos" hatte am Vormittag berichtet, dass es um zwei unbewaffnete Drohnen vom Typ MQ-9 Reaper gehe. Nach Angaben der Zeitschrift sollten Anfang Juli rund 20 französische Soldaten in die USA reisen, um an dem System ausgebildet zu werden.

Le Drian wollte den Bericht am Freitag nicht bestätigen. Er sei nicht wegen der Drohnen nach Washington gekommen, sagte der Minister, betonte aber die Notwendigkeit zum Erwerb von Aufklärungsdrohnen.

Ein US-Regierungsvertreter sagte dagegen, Le Drian habe mit seinem US-Kollegen Chuck Hagel bei ihrem Treffen im Pentagon auch über die Drohnen gesprochen. Der Verkauf der Reaper muss vom Kongress gebillligt werden. Während seines Besuchs in Washington traf Le Drian auch den Präsident des Streitkräfte-Ausschusses des Senats, Carl Levin.