München Sicherheitskonferenz: 2000 Demonstranten zeigen Unmut

Demonstration gegen 49. Sicherheitskonferenz

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Demonstration gegen 49. Sicherheitskonferenz

Protest verlief zunächst friedlich. Unter die Teilnehmer mischten sich 300 Demonstranten, die dem gewaltbereiten schwarzen Block zuzuordnen seien.

München. Rund 2000 Menschen haben in München friedlich gegen die Sicherheitskonferenz demonstriert. Bei nass-kaltem Wetter zogen sie am Sonnabendnachmittag mit Plakaten, Transparenten und Megafon durch die Innenstadt. Dabei seien etwa 300 Demonstranten dem potenziell gewaltbereiten schwarzen Block zuzuordnen gewesen, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt sind zur Sicherheitskonferenz bis Sonntag etwa 3400 Polizisten im Einsatz, einige Hundert von ihnen sicherten die Demonstration ab. Größere Zwischenfälle gab es den Angaben zufolge nicht, fünf Demonstranten wurden festgenommen.

Unter den Protestlern war nach Polizeiangaben auch die ehemalige RAF-Terroristin Inge Viett. Sie sollte ursprünglich eine Rednerin auf der Kundgebung sein. Nach internem Widerstand hatten die Organisatoren am Vortag jedoch einen Rückzieher gemacht. Einem Polizeisprecher zufolge fuhr Viett während der Demonstration jedoch in einem Wagen mit. Dabei habe sie sich via Megafon an die Teilnehmer gewandt.

Aufgerufen zu der Demonstration hatte ein Aktionsbündnis linker Gruppierungen. Nach Ansicht der Organisatoren dient die Sicherheitskonferenz dazu, militärische Aufrüstung und Kriegseinsätze zu rechtfertigen. Die Organisatoren hatten ursprünglich bis zu 5000 Teilnehmer erwartet. Jedoch hatte bereits in den vergangenen Jahren das Interesse an der Demonstration abgenommen.