28.01.13

Ausrüstung für Truppen

Deutschland unterstützt Mali-Einsatz jetzt mit Militär-Lkw

Franzosen erobern die Wüstenstädte Timbuktu und Gao zurück. Afrikanische Staatsöberhäupter begrüßen den Einsatz Frankreichs.

Foto: dpa/ZGBZGH
Mali conflict
Ein malischer Kämpfer während einer Patrouillenfahrt

Berlin/Bamako. Deutschland will die afrikanischen Truppen in ihrem Einsatz gegen islamistische Rebellen in Mali mit Lastwagen, Uniformen und Stiefeln ausrüsten. Das habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dem französischen Präsidenten François Hollande zugesichert, berichtet "Der Spiegel" unter Berufung auf die Bundesregierung. Bereits am Mittwoch hatte Merkel dem Präsidenten der Afrikanischen Union, Thomas Boni Yayi, bei dessen Besuch in Berlin Ausrüstung für die Soldaten zugesagt, den Einsatz von Kampftruppen aber erneut ausgeschlossen. Die deutsche Beteiligung beschränkt sich bisher auf den Transport afrikanischer Truppen mit Transall-Maschinen in die malische Hauptstadt Bamako, die mehrere Hundert Kilometer vom Kampfgebiet entfernt liegt.

Dort kommen die französischen Eliteeinheiten schneller voran als erwartet. Malische und französische Truppen marschierten am Sonntag in die historische Wüstenstadt Timbuktu ein. Die Soldaten hätten das Gebiet unter ihre Kontrolle gebracht, sagte ein Armeesprecher.

Tags zuvor hatten Franzosen und Malier bereits die strategisch wichtige Stadt Gao im Norden des Wüstenstaats zurückerobert - sie war die Hauptstadt des von den Islamisten beherrschten Territoriums. Am Sonntag bombardierten französische Kampfjets zudem die Umgebung der Stadt Kidal an der Grenze zu Algerien. In Gao kontrollieren malisch-französische Truppen nach eigenen Angaben nun den Flughafen und die wichtige Wabary-Brücke über den Niger. Gao, Kidal und Timbuktu gelten als die wichtigsten Städte des Nordens.

Die westafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft Ecowas beschloss bei einem Treffen führender Militärs in Abidjan (Elfenbeinküste), ihr Truppenkontingent zur Unterstützung der malischen Armee von 3300 Mann auf 7700 Soldaten aufzustocken. Bisher sind erst knapp 1750 Soldaten der westafrikanischen Nachbarn in Mali eingetroffen, um sich an der multinationalen Eingreiftruppe zu beteiligen.

Beim 20. Gipfeltreffen der Afrikanischen Union (AU) in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba begrüßten die Staats- und Regierungschefs der 54 Länder des Kontinents den Militäreinsatz Frankreichs. Der neue äthiopische Ministerpräsident Hailemariam Desalegn rief in einer Rede diejenigen Länder zur zügigen Entsendung von Truppen auf, die eine Beteiligung an der Mission Afisma (African-led International Support Mission in Mali) zugesagt haben.

Auch Belgien beteiligt sich mit Ausrüstung an der Intervention: Am Sonntag entsandte Brüssel rund 40 Militärs nach Bamako. Sie sollen mit zwei Sanitätshubschraubern den französischen Streitkräften beim Transport von Verletzten helfen.

(dpa)
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