Protest gegen Gelöbnisse
Friedensdemonstration mit Unkrautmittel
Stiller Protest: Auf dem Rasen vor dem Bundestag war der Schriftzug "No War" zu lesen. Gärtner müssen jetzt Rollrasen verlegen, um die grüne Demonstration zu beseitigen.
"No war" (kein Krieg) war auf dem Rasen vor dem Reichstag zu lesen. Ein Protest von Friedensaktivisten mit Unkrautvernichtungsmittel gegen Gelöbnisse der Bundeswehr an diesem Ort.
Foto: dpa/DPA
Berlin. Auf der Wiese vor dem Berliner Reichstagsgebäude haben Friedensaktivisten ihre Spuren hinterlassen. Mit Unkrautvernichtungsmitteln brannten sie in meterlangen Buchstaben die Parole „No War“ (kein Krieg) in den Rasen. Vom Haupteingang und von der Dachterrasse des Bundestages, der Tag für Tag von Hunderten Besuchern angelaufen wird, war die überdimensionale Parole am Wochenende deutlich zu lesen.
Hinweise auf die Täter gibt es nach Behördenangaben nicht. Vom Bezirksamt Berlin-Mitte beauftragte Gärtner haben bereits damit begonnen, die zerstörten Rasenstellen aus dem Boden zu schneiden. Die Lücken wurden mit Rollrasen geschlossen. Auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude waren am 20. Juli dieses Jahres Rekruten der Bundeswehr in einem feierlichen Staatsakt vereidigt worden. Die Veranstaltung, an der auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Verteidigungsminister Franz Josef Jung (beide CDU) teilgenommen hatten, war gegen mögliche Störer weiträumig abgesperrt worden.




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