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Deutschland

Panne im Atomkraftwerk

Regierung lässt Krümmel im Regen stehen

Ältere Reaktoren gehören „nicht zu den weltweit hochmodernsten und sichersten Atomkraftwerken". Das gab die Bundesregierung bereits vor zwei Jahren zu.

Das abgeschaltete Atomkraftwerk Krümmel.
Foto: AP

Berlin/Hamburg. Die Bundesregierung hat zugegeben, dass Atomkraftwerke älterer Bauart wie Krümmel oder Biblis technisch rückständig sind. „Die neueren Siedewasserreaktoren sowie die Druckwasserreaktoren der dritten oder vierten Generation haben grundsätzlich bessere Sicherheitseigenschaften“, heißt es in einer Antwort auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen, wie die „Berliner Zeitung“ berichtet. Bei dem seit Sonnabend abgeschalteten Meiler Krümmel handelt es sich um einen Siedewasserreaktor älterer Bauart.

 

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Hintergrund



In einer Antwort auf eine weitere Anfrage gehe die Regierung noch weiter, heißt es. Die älteren Meiler „entsprechen nicht dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik“. Sie gehörten „nicht zu den weltweit hochmodernsten und sichersten Atomkraftwerken“. Die Antworten der Regierung stammen bereits aus den Jahren 2007 und 2006, berichtet die Zeitung. Krümmel ist seit einem Transformator-Kurzschluss abgeschaltet. Das AKW war nach einem Brand in einem der beiden Maschinentransformatoren im Sommer 2007 für zwei Jahre stillgelegt worden. Bei der Reparatur und den folgenden Wartungsarbeiten tauchten immer neue technische Probleme auf.


Kurz nach der Panne in Krümmel sind auch neue Probleme mit schwedischen Kernreaktoren des Vattenfall-Konzerns bekannt geworden. Wie der Rundfunk in Stockholm berichtete, droht Schwedens Strahlenschutzbehörde nach 60 Berichten über kleine oder mittlere Pannen im Atomkraftwerk Ringhals mit einer verschärften Aufsicht. Zwei der Zwischenfälle seien als sehr ernst eingestuft worden, hieß es weiter. In den vergangenen Jahren gab es bereits Zwischenfälle im Atomkraftwerk Forsmark. Vattenfall-Mitarbeiter hatten einen „Verfall der Sicherheitskultur“ kritisiert. HA

 

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