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Deutschland

Kurzporträt

Sabine Seeliger

wurde in Bald Oldesloe geboren. Ihre Eltern stammten aus Sachsen und Oberschlesien. Der Vater kehrte 1947 aus der Kriegsgefangenschaft zurück. "Er war kein Nazi", sagt Seeliger. Sie wuchs in Wellingsbüttel auf und studierte später auch in Hamburg. Ein Fehler, wie sie heute findet: "Ich war verwöhnt und wohnte im Hotel Mama." Überhaupt mangelte es ihr an nichts. An Hunger und Armut kann sie sich nicht erinnern, im Gegenteil: Bereits in den Fünfzigern reiste die Familie nach Österreich und Italien. Teile der Familie lebten auch in der DDR. Prägend für die aus konservativem Elternhaus stammende junge Frau waren die links- und friedensbewegten 60er- und 70er-Jahre. Vietnamkrieg, Studentenproteste, sexuelle Revolution, Anti-Atom-Bewegung - sie war mittendrin. Eine ihrer früheren Klassenkameradinnen schloss sich der RAF an und wurde steckbrieflich gesucht. Sabine Seeliger arbeitet seit vielen Jahren als Lehrerin in einer niedersächsischen Grundschule. Ihre zwei Söhne studieren noch, die Tochter engagiert sich bei den Grünen in Berlin-Kreuzberg. Seit 2004 ist die Pädagogin geschieden.

 

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