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5 Minuten Israel

Diana Zinkler aus Israel

Ich kann kein Hebräisch

Eine Tatsache, die sich besonders dann als ungünstig erweist, wenn man an einer Tour durch die West Bank teilnimmt und die Reiseleiter durchgängig ihre Informationen auf Hebräisch durchs Mikrofon sprechen.

Ich hatte mich vorher nicht informiert darüber, weil ich mich schon so daran gewöhnt hatte, dass in Israel eigentlich jeder Englisch kann. Ich setzte mich also in die erste Reihe, um ab und zu mal etwas auf Englisch zu fragen. Doch unser Guide redete eigentlich die ganze Zeit, ohne Pause. Das ist übrigens etwas, ohne jetzt Klischees verbreiten zu wollen, was viele Israelis machen. Reden ohne Punkt und Komma und dann auch noch die Hände dazu. Wo, wir uns dann gerade befanden, erfuhr ich gelegentlich durch andere Mitreisende. Weil ich so weit vorn saß, durfte ich nicht stören. Denn das Mikro war so fein eingestellt, dass jede meine Fragen auch noch in der hintersten Reihe zu hören war. Besonders unpassend war beispielsweise diese Frage: "Ist diese Siedlung illegal?" Bei einem Reiseführer, der selbst in einer umstrittenen Siedlung lebt, ein fettes Fettnäpfchen. Es folgte, was kommen musste: Schweigen im Bus. Dann Gelächter bei denjenigen, die gleiches dachten. Die Frau hinter mir flüsterte mir zu: "Illegal ist immer eine Frage der Perspektive." Meine Antwort: "Toda", mein erstes Wort: Danke auf Hebräisch.

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