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Ausland

Menschlich gesehen

Joe, der Klempner

Da brilliert der demokratische Präsidentschaftskandidat Obama, und sein republikanischer Rivale McCain vergab seine vielleicht letzte große Chance.

Da brilliert der demokratische Präsidentschaftskandidat Obama, und sein republikanischer Rivale McCain vergab seine vielleicht letzte große Chance. Doch zum eigentlichen Star des TV-Duells der beiden Kandidaten avancierte ein Klempner namens Joe. 26-mal wurde sein Name, "Joe the Plumber", zitiert - als Synonym für den amerikanischen Otto Normalverbraucher. Doch den Mann gibt es wirklich ...

Er heißt Samuel Joseph Wurzelbacher (34), ein bulliger Typ mit Glatze und Ziegenbärtchen, und wohnt in Toledo (Ohio). Sein Einstieg in die große Politik begann, als er bei einer Wahlkampfveranstaltung Obama fragte, wie er sich denn als Kleinunternehmer trotz möglicher Steuererhöhungen über Wasser halten könne. Das Ganze wurde gefilmt, und schon war die Lawine losgetreten. US-Medien rissen sich um Interviews mit Mr. Wurzelbacher.

Dem ist der plötzliche Ruhm inzwischen unheimlich. "Das ist ziemlich unwirklich, Mann, dass mein Name im Präsidentschaftswahlkampf genannt wird", hat er noch gesagt, bevor er sein Telefon ausstöpselte. Früher hat er einmal verraten, dass er nicht mit dem silbernen Löffel geboren worden sei. Ihm sei "mit einem Kochlöffel der Hintern versohlt worden". Er wünsche sich "ein Haus, einen Hund, ein Boot", und sein Sohn "soll es einmal besser haben". Der amerikanische Traum eben.swa

 

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