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Ausland

Beerdigungen im Judentum

Der israelischen Streitkräfte betrachten die Rückführung von entführten Soldaten als ihre oberste Pflicht. Diese rührt von den hohen moralischen Werten der israelischen Gesellschaft her und der tiefen Verpflichtung gegenüber den Soldaten, die zur Verteidigung des Landes ausgeschickt werden. Auch die Leichname von Soldaten werden zurückgeholt. Dies geht auf die Riten der jüdischen Religion zurück. Das Judentum glaubt an eine Auferstehung, bei der der Körper des Verstorbenen in seinen ursprünglichen Zustand zurückfindet. Darum wird auch so großen Wert auf eine Beerdigung aller Körperteile gelegt. Aus dem gleichen Grund sind Feuerbestattungen kaum verbreitet.

Der Körper birgt nach der jüdischen Religion die Seele wie ein Gefäß in sich - darum verdient er Respekt, auch wenn sie von ihm gegangen ist. Auch ein toter Körper wird deshalb nicht allein gelassen. Wegen des biblischen Gebotes "Du sollst zu Erde werden" wurde früher die sterbliche Hülle nur mit Leichentüchern umwickelt. In Israel wird dieser Brauch heute noch angewandt, aber in den meisten westlichen Ländern fordern örtliche Vorschriften die Verwendung von Särgen. Meist verwendet man Särge aus weichem Holz, da sie rascher zerfallen als Särge aus hartem Holz. Viele Juden äußern den Wunsch, in Jerusalem begraben zu sein. Dahinter steht die Vorstellung, dass die in Jerusalem Begrabenen bei der Ankunft des Messias zuerst auferstehen. Zudem soll die Erde aus dem Heiligen Land sündenerlassende Wirkung haben. Da nicht alle Juden in Israel bestattet werden können, legt man vielen Verstorbenen zumindest ein Säckchen mit Erde aus dem Heiligen Land unter den Kopf.swa

 

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