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Ausland

Kritiker wollen Einlösen alter G8-Versprechen

Toyako. Menschenrechtsorganisationen und Gipfelkritiker werfen den Teilnehmern des G8-Gipfels vor, bereits gegebene Versprechen nicht eingehalten zu haben. Darüber hinaus mahnen sie weitere Themen für das Treffen an.

Vor drei Jahren hatten die G8-Staaten im schottischen Gleneagles beschlossen, die Entwicklungszusammenarbeit um jährlich 50 Milliarden US-Dollar zu erhöhen. Allein die Hälfte sollte nach Afrika fließen. Die Bilanz ist düster. So wurden Afrika zwar Zusagen über 40 Milliarden Dollar gemacht, doch gezahlt wurden sie nicht. Das Thema Afrika soll dennoch eine zentrale Rolle beim Gipfeltreffen spielen.

Vereinbart wurde auch, dass die Entwicklungshilfe bis 2010 auf 0,51 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in den G8-Ländern steigen soll. Bislang liegt diese Quote aber in Deutschland lediglich bei 0,37 Prozent. Es ist absehbar, dass die geforderte Quote in den kommenden zwei Jahren nicht erreicht werden wird. Vor allem in Frankreich und Japan sieht es ähnlich aus.

Die G8-Staaten sollen auf ihrem Gipfel in Japan auch die Menschenrechtsverletzungen in der Welt ansprechen. In einem Appell forderte die japanische Menschenrechtsgruppe Human Rights Now (HRN) die Staats- und Regierungschefs auf, über die Lage im sudanesischen Darfur, nach den Wahlen in Simbabwe oder den Demonstrationen in Tibet oder Birma zu sprechen. Kritisch äußerte sich die Gruppe ferner über Menschenrechtsverstöße im Irak.dpa/HA

 

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