Pakistan wehrt sich: Bei uns gibt es keine Terror-Trainingslager
ISLAMABAD. Die pakistanische Regierung dementiert, dass es auf ihrem Hoheitsgebiet Terrorlager gibt. "Hier gibt es keine terroristischen Trainingslager, weder von al-Qaida noch von sonst jemanden", erklärte Tasnim Aslam, Sprecherin des pakistanischen Außenministeriums. Doch westliche Geheimdienste und allen voran die Amerikaner sind fest davon überzeugt, dass die unzugänglichen Stammesgebiete an der Grenze zu Afghanistan ein Rückzugsgebiet für al-Qaida und eine Brutstätte des internationalen Terrorismus sind.
Der pakistanische Terrorismus-Experte Ismael Khan erklärte, die meisten Trainingslager seien in Nord- und Südwaziristan, wohin sich die Taliban und Kämpfer des Terrornetzes al-Qaida nach dem US-Angriff auf Afghanistan Ende 2001 zurückgezogen hätten. Auch radikale Islamisten aus anderen Ländern suchten hier Zuflucht. Diese Kämpfer seien gut trainiert, kampferprobt und erfahren im Umgang mit Sprengstoff. Viele von ihnen seien in den 80er-Jahren von den pakistanischen und US-Geheimdiensten im Kampf gegen die Sowjets in Afghanistan trainiert worden.
Islamabad hat zum Missfallen der USA eine Art Burgfrieden mit den Stammesführern in dem Grenzgebiet geschlossen und greift dort deshalb nur selten ein. Die Grenzposten können den Fluss militanter ausländischer Kämpfer kaum aufhalten.



100. Geburtstag
Axel Springer

Branchenbuch Hamburg




Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages




