US-Regierung mahnt Deutsche in Afghanistan zum Durchhalten
BERLIN. Nach den vereitelten Anschlägen in Deutschland haben die USA die Notwendigkeit des internationalen Afghanistan-Einsatzes unterstrichen. Solange es Länder gebe, in denen Terroristen Anschläge planen könnten, seien solche Taten überall möglich, sagte der stellvertretende US-Außenminister Richard Boucher der Nachrichtenagentur Reuters. "Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir in Afghanistan bleiben, wo wir daran arbeiten, dass der Terrorismus nicht von diesem Teil der Welt ausgeht."
Boucher betonte, das deutsche Engagement in Afghanistan habe das Anschlagsrisiko für Deutschland nicht erhöht. Attentatspläne gebe es überall. "Wir haben sie in New York, London und Madrid gesehen und jetzt haben wir einen solchen Plan in Deutschland aufgedeckt."
Boucher sagte, er sei von der ablehnenden Haltung einiger Deutscher zur Beteiligung am US-geführten Einsatz "Enduring Freedom" (OEF) überrascht. Schließlich sei der größte Teil der Soldaten mit der Ausbildung von afghanischen Sicherheitskräften betraut.
Boucher machte zudem deutlich, dass die US-Regierung auf eine Ausweitung des Bundeswehr-Mandats auf den Süden des Landes hoffe, in dem die Taliban-Extremisten äußerst aktiv sind. Derzeit ist die Bundeswehr im relativ ruhigen Norden Afghanistans eingesetzt.



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