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Ausland

Neuer Generalstabschef soll Armee Vertrauen zurückgeben

Der designierte neue israelische Generalstabschef Gabi Aschkenasi (53) gilt als bodenständig und gut vertraut mit den Bedürfnissen der einfachen Soldaten. Der 1954 bei Tel Aviv geborene Mann mit dem dichten schwarzen Haar ist Sohn eines Holocaust-Überlebenden und einer aus Syrien stammenden Mutter.

Aschkenasi ist der erste ehemalige Kommandeur der Eliteeinheit "Golani", der in Israel Generalstabschef wird. Die politische Führung hofft, dass er das durch den Misserfolg des Libanonkriegs erschütterte Vertrauen der Armee in die Militärführung sowie das der Zivilbevölkerung in die Armee wiederherstellen kann.

1973 kämpfte Aschkenasi im Jom-Kippur-Krieg. Drei Jahre später nahm er an der Operation Entebbe zur Befreiung nach Uganda entführter Geiseln einer Air-France-Maschine teil, nicht jedoch an dem entscheidenden Kampf auf dem Flughafen. 1978 wurde er während eines Kampfes im Libanon verwundet und verließ die Armee für zwei Jahre. Während des ersten Libanonkriegs 1982 diente Aschkenasi dann als Vize-Kommandeur der Golani-Einheit, vier Jahre später wurde er Kommandeur.

Mit seiner bodenständigen Art bietet er das Gegenbild zu dem zurückgetretenen Militärchef Dan Haluz, einem ehemaligen Luftwaffenchef, der stets als etwas arrogant und "abgehoben" galt.

Aschkenasi hatte mehrere führende Militärposten inne, zuletzt amtierte er als Generaldirektor des Verteidigungsministeriums. Der studierte Politikwissenschaftler gilt als "sauber" hinsichtlich der Fehler des Libanonkriegs im letzten Sommer, weil er in den vergangenen zwei Jahren nicht mehr in der Armee diente.dpa

 

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