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Ausland

Irans Präsident: "Israel kann nicht weiterexistieren"

TEHERAN/WASHINGTON. Im Streit um das iranische Atomprogramm hat Präsident Mahmud Ahmadinedschad Gesprächsbereitschaft signalisiert, dem Westen aber zugleich Doppelmoral vorgeworfen. "Unserem Dialog sind keine Grenzen gesetzt", sagte der Staatschef im indonesischen Fernsehen.

Er werde mit jedem außer Israel reden, das Ahmadinedschad als "ein Regime, das auf dem Bösem fußt", bezeichnete. Vor indonesischen Studenten sagte er, Israel "kann nicht weiterexistieren und wird eines Tages verschwinden".

Dem Westen warf Ahmadinedschad vor, sein Wissen über Nukleartechnik nicht mit anderen teilen zu wollen: "Wir sind aber nicht von anderen abhängig." Internationale Isolation werde die iranischen Atomwissenschaftler nur anspornen. Auf seinen Brief an US-Präsident George W. Bush habe er noch keine positive Antwort erhalten, sagte Ahmadinedschad weiter.

Bush hatte zuvor gesagt, der Brief Ahmadinedschads gehe am wichtigsten Thema - der vom Westen geforderten Einstellung des Atomprogramms seines Landes - vorbei. Bush sprach sich erneut dafür aus, zunächst den diplomatischen Weg weiter zu beschreiten. Auch US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte, es gebe viele Möglichkeiten vor einem Militärschlag. Die USA seien bereit, mit einer Reihe gleichgesinnter Staaten außerhalb des Sicherheitsrats Möglichkeiten im Finanzwesen zu ergreifen, weil der Iran ein zentraler Finanzier des Terrorismus sei, sagte Rice dem TV-Sender NBC.

Der Iran erwägt ein Zusatzprotokoll zum Atomwaffensperrvertrag, das der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEO) gründliche und überraschende Inspektionen der Nukleareinrichtungen im Iran ermöglichen würde. In einem Schreiben an das US-Magazin "Time" schlägt Hassan Rohanis, Repräsentant des geistlichen Führers Ajatollah Ali Chamenei. neue Gespräche vor, die den Stillstand beenden könnten. Iran würde demnach akzeptieren, daß die umstrittene Urananreicherung im Iran begrenzt und von der IAEO kontrolliert werden würde, schrieb der ehemalige Verhandlungsführer Teherans bei den Nukleargesprächen.dpa, HA

 

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