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Ausland

Bush und Musharraf bekräftigen Partnerschaft im Kampf gegen Terror

Islamabad. US-Präsident George W. Bush hat sich bei seinem Besuch in Islamabad zufrieden über die Bemühungen Pakistans im Kampf gegen den Terror geäußert. Er habe festgestellt, daß der pakistanische Präsident General Pervez Musharraf wisse, was auf dem Spiel stehe, sagte Bush am Samstag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit seinem Gastgeber. Musharraf sei sich der Verantwortung bewusst und verstehe, daß sichergestellt werden müsse, daß die Strategie den Feind besiegen könne. Wichtig sei ein Austausch von Geheimdienstinformationen. Außerdem müsse Pakistan die Ausrüstung und die Mittel dafür haben, gegen Terroristen vorzugehen. "Wir werden diesen Krieg zusammen gewinnen", sagte Bush. Musharraf bekräftigte seine Unterstützung für Washington. Die Absicht Pakistans sei klar: "Wir haben eine strategische Partnerschaft bei der Bekämpfung des Terrorismus", sagte Musharraf.

Bush wies ferner darauf hin, daß demokratische Verhältnisse wichtig für die Bekämpfung des Extremismus seien. "Wir haben viel über Demokratie in Pakistan diskutiert, und ich glaube, daß die Demokratie Pakistans Zukunft ist", sagte Bush. Musharraf verwies darauf, daß es seit seinem Amtsantritt vor sechs Jahren ein gewähltes Parlament gebe und Frauen mehr Rechte erhalten hätten. Musharraf bedankte sich bei Bush für die Hilfe der USA nach dem verheerenden Erdbeben vom 8. Oktober. Ohne die Unterstützung der schweren US-Transporthubschrauber sowie der Ärzte und Lazarette hätten die Herausforderungen der Hilfsaktion nicht bewältigt werden können, sagte Musharraf.

Begleitet von militanten Protesten war Bush am Freitagabend in Pakistan eingetroffen. Die Maschine des Präsidenten landete unter strengen Sicherheitsvorkehrungen mit ausgeschalteten Lichtern auf dem Luftwaffenstützpunkt Rawalpindi nahe der Hauptstadt Islamabad. In Rawalpindi ging die Polizei mit dem Schlagstock gegen rund 1.000 Demonstranten vor, die die US-Flagge mit Füßen traten. In Sprechchören riefen sie: "Mörder geh zurück" und "Tod für Amerika". In der Hafenstadt Karachi versuchten mehrere hundert Anhänger islamistischer Gruppen, zum US-Konsulat vorzudringen. Dort wurde am Mittwoch ein amerikanischer Diplomat bei einem Selbstmordanschlag getötet. Die Ermittler vermuten militante Islamisten der Gruppe Jundullah (Brigade Allahs) hinter der Tat, wie ein Regierungsvertreter am Samstag sagte. Sie wird auch für Anschläge auf das US-Konsulat und christliche Gruppen in der Vergangenheit verantwortlich gemacht.

 

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