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Ausland

Dalai Lama will mit radikaler Hamas in Palästina sprechen

Der Dalai Lama hat bei einem Besuch in Israel zu Gesprächen mit der radikal-islamischen Hamas aufgerufen.

JERUSALEM. Man müsse den Willen des palästinensischen Volkes nach der Parlamentswahl respektieren und angemessen auf die "neue Realität" reagieren, sagte das religiöse Oberhaupt der Tibeter in Jerusalem.

Mit Blick auf seinen Besuch im palästinensischen Bethlehem am Sonntag sagte er: "Ich freue mich, wenn daran auch Mitglieder der Hamas teilnehmen." Mit israelischen Regierungsvertretern wird der Dalai Lama nicht zusammentreffen. China hatte Israel aufgefordert, ihm die Einreise zu verweigern.

Unterdessen hat der Chef des Hamas-Politbüros, Chaled Meschaal, bei einem Überraschungsbesuch in Ankara mit ranghohen Diplomaten des türkischen Außenministeriums die Lage im Nahost-Konflikt erörtert. Das Ministerium erklärte, Meschaal würden "in sehr klarer Form die Erwartungen der internationalen Gemeinschaft übermittelt". Außenminister Abdullah Gül rief die Hamas indirekt auf, der Gewalt abzuschwören, Israels Existenzrecht anzuerkennen und dem Friedensplan des Nahostquartetts aus Uno, USA, EU und Rußland zu folgen.

Die Türkei hatte sich als Vermittler zwischen der Hamas und der israelischen Regierung, die Kontakte mit der Hamas ablehnt, angeboten. Rußland lud Hamas-Vertreter offiziell für Anfang März nach Moskau ein. Das US-Repräsentantenhaus stimmte für einen Stopp der Zahlungen an die Palästinenserregierung, sollte diese von der Hamas geführt werden.HA

 

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