Russische Marine am Pranger
MOSKAU. Am fünften Jahrestag der Katastrophe des Atom-U-Bootes "Kursk" haben russische Militärexperten weiterhin mangelnde Sicherheit bei der Marine angeprangert. Bis heute habe man nicht die notwendigen Lehren aus der Tragödie gezogen, sagte der Ex-Kommandeur einer Marine-Rettungseinheit, Vizeadmiral Juri Suchatschew, am Freitag in Sankt Petersburg. In vielen russischen Städten gedachten die Menschen der 118 Todesopfer der Katastrophe des Atom-U-Boots "Kursk" am 12. August 2000. Die Explosion eines Torpedos hatte zum Tod der gesamten Besatzung geführt. In der Siedlung Widjajewo an der Barentssee, der Heimatbasis der "Kursk", hielten Angehörige und Freunde der Getöteten einen Gedenkgottesdienst ab. Nach der Explosion auf der "Kursk" hatten die russischen Behörden zunächst versucht, das Unglück zu vertuschen. Erst nach Tagen nahm Moskau Hilfe aus dem Ausland an, die aber zu spät kam.
Bei dem jüngsten U-Boot-Drama nahe der Halbinsel Kamtschatka hat die russische Marine laut ihrem Oberbefehlshaber die zur Rettung der siebenköpfigen Besatzung notwendigen Geräte zwar zur Verfügung gehabt, konnte sie aber mangels Sachkenntnis nicht bedienen.



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