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Ausland

Kabul: Mehr Soldaten für die Wahl

Brüssel/Kabul. Die NATO verstärkt nach monatelangen Planungen ihre Truppen in Afghanistan, um für die Präsidentenwahl die Sicherheitslage zu verbessern. Diesen Beschluss gab NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer in Brüssel bekannt. Bis zu 1900 italienische und spanische Soldaten sollen danach von September an für etwa zwei Monate die 6500 Soldaten der Internationale Schutztruppe in Afghanistan (ISAF), unter ihnen knapp 2000 Bundeswehrsoldaten, unterstützen.

Die Verstärkung bleibt allerdings hinter den Erwartungen zurück. Beim NATO-Gipfel Ende Juni in Istanbul war inoffiziell noch von 3500 zusätzlichen Soldaten die Rede gewesen. Die Staats- und Regierungschefs stimmten der Hilfe zwar grundsätzlich zu, konnten sich aber nicht auf das Ausmaß verständigen. Ein ISAF-Sprecher teilte in Kabul mit, die beiden neuen Bataillone würden in Afghanistan stationiert. Das spanische Bataillon werde als schnelle Eingreiftruppe dienen. Die italienischen Soldaten seien "operationelle Reservekräfte".

Die Wahl eines Präsidenten ist für den 9. Oktober geplant. Radikale Islamisten drohen, den Urnengang mit Anschlägen zu sabotieren. Wegen der schlechten Sicherheitslage und mangelnder Organisation waren die ersten freien Wahlen eines Präsidenten und eines Parlaments in Afghanistan immer wieder verschoben worden.dpa

 

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