Irans angeblich ziviles Atomprogramm
Ein Atomprogramm unterhält der Iran bereits seit 1959, doch bis heute ist keine einziger Reaktor in Betrieb. Der Reaktor von Bushehr, von westdeutschen Konzernen 1974 begonnen, wird nun mit russischer Hilfe fertiggestellt und soll im August 2009 ans Netz. Den Kernbrennstoff liefert Moskau. In Natans, 225 Kilometer südöstlich von Teheran, liegt eine unterirdische, von Flugabwehrraketen geschützte Anlage zur Uran-Anreicherung. 54 000 Zentrifugen sollen hier einmal laufen, im November 2007 gab Präsident Ahmadinedschad an, dass 3000 bereits im Einsatz seien und 6000 weitere im Bau. Die Universitätsstadt Isfahan gilt als Zentrum der Atomforschung, in Arak wird Schweres Wasser zur Moderation von Reaktoren hergestellt, in Karadsch steht eine Isotopentrennanlage, angeblich ist auch ein Reaktor im Bau. In Parschin wird eine Anlage für atomare Experimente vermutet. Der BND spricht von mindestens 20 weiteren, verborgenen Standorten des iranischen Atomprogramms.



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