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Ausland

27 Rathaus-Räume, 150 Limousinen, Spanferkel und Krabben für die Asem-Teilnehmer

Der "Asem-Gipfel-Parcours" im Eiltempo, rund 25 Journalisten im Schlepptau: "Hier wird das Schönwetterfoto gemacht", erzählt ein junger bemühter Mitarbeiter des Auswärtigen Amts im Innenhof des Rathauses.

Es ist Sonntagabend, das Rathaus - schwer bewaffnete Polizisten hinter Absperrgittern - gleicht einer Festung. Medienvertreter durften die "heiligen" Asem-Räume vorab besichtigen. Das Auswärtige Amt, das den Gipfel federführend organisiert, hatte eingeladen. "Gipfel-Schönwetterfoto-Ort"? Die türkische Kollegin macht rasch ein Bild, weiter geht's. "Und hier wird das Gruppenfoto gemacht, wenn es regnet", erklärt der PR-Mitarbeiter hastig. Wir stehen in der Handelskammer. Eine Putzfrau saugt den Boden, sauber machen vor himmelblauer Gipfel-Wand. Der Auswärtige-Amt-Mann nuschelt Minuten später woanders: "Hier werden die Pressekonferenzen abgehalten."

Anja Faust, eine 25 Jahre alte Technikerin, überprüft gerade die Telefone im Pressecenter. Sie sei schon beim Staatsbesuch von US-Präsident George W. Bush in Deutschland dabei gewesen, verrät sie stolz. Zurück zum Asem-Einsatz: 27 Räume im Rathaus, neun Räume und zwei Hallen in der Handelskammer. 150 Limousinen für rund 500 Staatsgäste, Delegationen. Allein 70 Protokollmitarbeiter vor Ort kümmern sich um sie. Seit Herbst 2006 wird organisiert.

Endlich, wir sind im Festsaal des Rathauses, im Gipfel-Herz. Im Hauptkonferenzraum. Ein Fahnenmeer vor blauer Wand. Rednerpulte, Tische, Dolmetscherkabinen . . ., die mediale Spannung erklimmt Gipfelhöhe. Schon machen die Fotografen ihre Bilder, auch der indische Medien-Kollege zückt seine Kamera - da bremst sie Elmar Eich, einer der Sprecher des Auswärtigen Amts, unsanft. Nach knapp einstündiger Verspätung ist er plötzlich da. "Sperrfrist Dienstag, zehn Uhr", davor dürfe das Bild nicht veröffentlicht werden, sagt Eich säuerlich. Erst als ein Eklat mit einigen Journalisten deswegen droht, gibt er nach, das Motiv frei. Problemloser dürfen wir vermelden, was die Gipfel-Teilnehmer speisen: "Büsumer Krabbencocktail", "Spanferkel knusprig aus dem Ofen", "Duett von Nord- und Ostseekrabben" am Sonntag und Montagabend "Deichlammkeule" .

 

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