Drei deutsche Soldaten tot: Minister fürchtet neue Anschläge in Afghanistan
BERLIN. Auch nach dem blutigen Anschlag auf die Bundeswehr in Afghanistan lässt die Bundesregierung keinen Zweifel am Einsatz deutscher Soldaten am Hindukusch aufkommen. Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) und Vertreter aller Parteien mit Ausnahme der Linken sprachen sich für eine Fortsetzung des Bundeswehr-Einsatzes in der Krisenregion aus.
Am Sonnabend waren bei einem Selbstmordattentat auf einem Markt in Kundus elf Menschen getötet worden, darunter drei deutsche Soldaten. Zwei schwer und zwei leicht verletzte Bundeswehrangehörige wurden gestern in die Heimat ausgeflogen. Sie sollen in Koblenz medizinisch versorgt werden. Der Lazarett-Airbus wurde am späten Abend in Köln-Wahn erwartet. Ein weiterer Leichtverletzter blieb in Kundus. Die Toten sollen Mitte der Woche nach Deutschland übergeführt werden.
Minister Jung räumte ein, er sehe das deutsche Isaf-Kontingent weiter in Gefahr. Gegen Selbstmordattentäter gebe es keinen hundertprozentigen Schutz. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) betonte, man werde weiter helfen.



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