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Ausland

Anreicherung von Uran ist ein hochkomplexer Prozess

WIEN. Dreh- und Angelpunkt des Atomstreits mit dem Iran ist die Anreicherung von Uran. Nach dem Atomwaffensperrvertrag darf der Iran Kernenergie zivil nutzen und dafür auch Uran anreichern. Der Westen verdächtigt Teheran, dass die Anreicherung zum Bau der Atombombe führen soll.

Uran wird angereichert, indem das vorher gasförmig gemachte Element in Zentrifugen in Überschallgeschwindigkeit in Rotation versetzt wird. Nach eigenen Angaben verfügt der Iran über 3000 Zentrifugen. 2006 hatte der Iran angekündigt, dass die Anreicherung von 3,5-prozentigem Uran gelungen sei. Für den Bau einer Atombombe ist ein Anreicherungsgrad von mehr als 90 Prozent erforderlich. Die Produktion von Uran ist ein mehrstufiger Prozess. Beim Uran-Abbau wird als erstes Zwischenprodukt Uranoxid gewonnen. Konzentriert als gelborangefarbenes, grobes Pulver ("yellowcake") ist es zwar radioaktiv, aber vom Nutzen für Kraftwerke oder Bomben noch weit entfernt.

Vor der Anreicherung steht die Urankonversion. Dabei wird das Uranoxid erst in Urantetrafluorid (UF4) und dann in Uranhexafluorid (UF6) umgewandelt. Der entscheidende Schritt läuft dann in Zentrifugen ab, in denen UF6 angereichert wird. Schwerere Atomisotope (U 238) werden in den Zentrifugen nach außen gedrückt, die leichteren (U 235) sammeln sich im Zentrum. Das Gas im Zentrum der Zentrifuge wird dann durch weitere Zentrifugen geleitet und so in Kaskaden immer stärker angereichert. Eine Kaskade von 1500 Zentrifugen reicht aus, um binnen eines Jahres waffenfähiges Uran herzustellen.AFP, dpa

 

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