Mit Glasscherben und Rasierklingen
Das Ritual der Frauenbeschneidung ist sehr alt und stammt bereits aus vorislamischer Zeit. Sie solle die Frau gefügig machen und wird unter anderem in Ägypten, dem Sudan, Somalia, Äthiopien, im Südjemen, Indonesien und Malaysia ausgeübt, teilweise gegen geltendes Recht. Opfer sind zumeist kleine Mädchen, aber auch erwachsene Frauen. Bei der schwersten, "pharaonischen" Form, werden Klitoris und Schamlippen komplett entfernt, die restliche Vulva oft noch ausgeschabt. Dies geschieht ohne Betäubung, nicht selten mit Glasscherben, rostigen Rasierklingen oder alten Messern. Bei geringeren Formen wird die Klitoris gekappt. Die Scheide wird bis auf ein winziges Loch für das Menstruationsblut zugenäht oder mit Dornen zugesteckt, die Beine bis zur "Heilung" zusammengebunden. Nicht wenige Mädchen sterben am Schmerz-Schock oder an einer Wundinfektion. Viele betroffene Frauen leiden lebenslang an schlimmen Schmerzen und bleiben sexuell fast vollkommen gefühllos. Selbsttötungen unter Betroffenen sind häufig. Rund 150 Millionen Frauen in der islamischen Welt sind beschnitten, pro Tag werden bis zu 8000 Mädchen auf diese Weise verstümmelt. Als Beschneider fungieren meist Frauen.



100. Geburtstag
Axel Springer

Branchenbuch Hamburg




Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages




