Iran will "bei Bedarf" sein Atomprogramm ausweiten
TEHERAN. Der stellvertretende Leiter der iranischen Atombehörde hat die jüngste Uno-Resolution im Atomstreit mit dem Westen zurückgewiesen und eine neue Atompolitik seines Landes angekündigt. "Unsere neue Atompolitik wird in den kommenden Wochen bekannt gegeben", sagte Mohammed Saidi, der auch dem Team von Atom- Chefunterhändler Ali Laridschani angehört. Sie werde sich definitiv von der bisherigen unterscheiden, sagte Saidi weiter, ohne Einzelheiten zu nennen.
Laut Presseberichten hat im Iran eine lebhafte Diskussion über die künftige Atompolitik eingesetzt. Für die Führung in Teheran sei die Uno-Resolution mit Sanktionsandrohung für den Fall einer fortgesetzten Urananreicherung nach dem 31. August ebenso unerwartet gekommen wie die Zustimmung der als strategische Partner eingestuften Vetomächte China und Russland. Über das weitere Vorgehen nach Ablauf der Frist gebe es unterschiedliche Ansichten.
Noch vor Verabschiedung der Uno-Resolution hatte Präsident Ahmadinedschad eine Antwort auf ein westliches Vorschlagspaket mit wirtschaftlichen Anreizen für den 22. August in Aussicht gestellt. Nun droht Ahmadinedschad, "bei Bedarf" das Atomprogramm sogar auszuweiten.



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