Kongo hofft auf langfristige Aufbauhilfe aus Deutschland
KINSHASA. Der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eckart von Klaeden, hat sich während seines Besuchs in der Demokratischen Republik Kongo verhalten optimistisch über die Lage nach den Wahlen geäußert. "Der Urnengang war gut organisiert", sagte er dem Abendblatt, "auch wenn es mancherorts Unregelmäßigkeiten gegeben hat." Die Wahlbeteiligung sei erfreulich hoch gewesen. "Die Menschen sind des Bürgerkriegs müde", sagte von Klaeden. Die Kongolesen setzten hohe Hoffnungen in ein langfristiges Engagement Deutschlands. "Sie wünschen sich, dass man ihr Land nicht vergisst, wenn die Stimmen alle ausgezählt sind. Und weil die Deutschen im Kongo keine koloniale Vorgeschichte haben, traut man ihnen zu, eine neutrale Rolle einzunehmen", berichtete er aus seinen Gesprächen mit Vertretern der Zivilgesellschaft und Politikern in Kinshasa. Insbesondere erhoffte man sich deutsche Unterstützung beim legalen Abbau der Bodenschätze, beim Aufbau von Armee, Verwaltung und Wirtschaft.
Angesichts der Beteiligung der Bundeswehr an der EU-Mission in der Demokratischen Republik Kongo und der ersten freien, demokratischen Wahlen im Kongo seit 40 Jahren am 30. Juli 2006 macht sich von Klaeden derzeit ein Bild von der Lage vor Ort und vom Verlauf des Bundeswehreinsatzes.



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