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Ausland

Deutsche Soldaten im Feuergefecht: Drei Verletzte

Afghanistan: Dritter Überfall auf die Bundeswehr. Patrouille gerät in Hinterhalt. Opfer sind in Eutin stationiert. Sie wurden von Geschoßsplittern getroffen.

Berlin/Kabul. Die Bedrohungslage für die Soldaten der Bundeswehr in Afghanistan hat sich dramatisch verschärft. Zum dritten Mal in nur drei Tagen wurden deutsche Soldaten der Schutztruppe Isaf Ziel eines Anschlags. Bei einem erbitterten Gefecht mit den Angreifern wurden drei Bundeswehrsoldaten leicht verletzt - Panzeraufklärer aus der Eutiner Rettberg-Kaserne. US-Außenministerin Condoleezza Rice gab bei einem Besuch in Kabul zu, die Zunahme der Gewalt sei "Grund zur Besorgnis".

Wie das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam mitteilte, wurde gegen 1.30 Uhr Ortszeit eine aus zwei gepanzerten Fahrzeugen bestehende Patrouille vier Kilometer südlich von Kundus beschossen. Daraufhin sei eine zweite Patrouille mit zwei weiteren Fahrzeugen zur Unterstützung gerufen worden. Die deutschen Soldaten hätten das Feuer mit ihren Bordwaffen erwidert. Bei dem Gefecht seien drei Soldaten durch Splitter einer Panzerfaust verletzt und ein leicht gepanzertes Fahrzeug des Typs Fennek beschädigt worden. Die Angreifer konnten fliehen.

Erst am Dienstag hatte eine Patrouille deutscher Soldaten in Kundus in gepanzerten Dingo-Geländewagen den Anschlag eines Selbstmordattentäters unverletzt überstanden. Bei der Explosion wurden der Attentäter sowie zwei afghanische Zivilisten getötet.

Angesichts der zunehmenden Gewalt forderte der afghanische Wirtschaftsminister Amin Farhang ein "robusteres Mandat" für die Bundeswehr. Sie solle dort, wo es nötig sei, "insgesamt härter durchgreifen".

Wie erst gestern bekannt wurde, war auch bei dem Selbstmordanschlag auf einen US-Konvoi in der Nähe des US-Stützpunktes Bagram am Montag ein gepanzerter Geländewagen der Bundeswehr getroffen worden.

In Kundus sind gut 300 Bundeswehr-Soldaten als "regionales Wiederaufbauteam" stationiert. Insgesamt sind knapp 2700 deutsche Soldaten im Afghanistan-Einsatz. Seit Beginn des Einsatzes Ende 2001 hat die Bundeswehr dabei insgesamt 18 Tote zu beklagen, davon fünf als Folge von Anschlägen.

Derzeit läuft in Afghanistan die größte Offensive der US-geführten Koalitionstruppen (Amerikaner, Briten, Afghanen) seit dem Sturz der radikalislamischen Taliban 2001. US-Außenministerin Rice sagte einen Sieg über die wieder erstarkten Taliban voraus. "Wir werden nicht ermüden, wir werden nicht weggehen", betonte sie nach einem Treffen mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karsai in Kabul. Und an die Adresse der Rebellen gerichtet, sagte Condoleezza Rice: "Sie sollten wissen, daß wir diesen Kampf kämpfen werden, bis er siegreich beendet ist."Fra, afp, ap

 

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