Mord mit mobiler Gaskammer
Eine halbe Million nach Palästina geflohene Juden wollte das NS-Regime mit Hilfe eines "Einsatzkommandos" ermorden lassen. Dies waren Untereinheiten der berüchtigten Einsatzgruppen, die im Osten Europas nach dem Einmarsch der Wehrmacht politische Gegner und "rassisch Minderwertige" liquidierten. Allein die vier Einsatzgruppen A, B, C und D meldeten bis Ende 1941, also während des Rußlands-Feldzuges zusammen rund 500 000 ermordete Juden. In einer zweiten Phase wurden bis Ende 1942 noch einmal 400 000 Menschen liquidiert. Dies geschah anfangs durch die Erstickung in auf Lastwagen montierten Gaskammern. 35 "S"(Sonder)- Fahrzeuge wurden an die Einsatzgruppen ausgeliefert. Erfunden hatte das System der Leiter der Abteilung II D im Reichssicherheitshauptamt, der spätere SS-Standartenführer (Oberst) Walter Rauff - jener Mann, der auch die Ermordung der Juden in Palästina leiten sollte. Die Richtlinien für diesen Massenmord wurden teilweise wörtlich aus einer Vereinbarung zwischen SS und Wehrmacht für die "Vernichtung" der Juden in Osteuropa entnommen.



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