Ferngesteuerte US-"Drohne" tötet die Nummer drei der Al-Qaida-Führer
Anti-Terror-Kampf: Raketenangriff in Pakistans Grenzgebiet
ISLAMABAD. In Pakistan ist ein ranghoher Führer der Terrororganisation al-Qaida getötet worden. Der Syrer Hamsa Rabia gilt als Einsatzplaner des Terror-netzwerks. Nach Aussage des pakistanischen Innenministers Aftab Sherpao kam Rabia ums Leben, als er zusammen mit anderen Aktivisten einen Sprengsatz herstellen wollte. Doch laut NBC-News war es eine Rakete, die von einer CIA-Drohne vom Typ "Predator" abgefeuert worden ist.
Rabia ist nach Osama bin Laden und dessen Stellvertreter Ayman al-Sauahri der ranghöchste Al-Qaida-Chef. In US-Kreisen wird sein Tod als schwerer Schlag für das Netzwerk gewertet. Rabia war einer von fünf Menschen, die bei dem Angriff ums Leben kamen. Bei den weiteren Opfern handelt es sich offenbar um zwei Pakistaner und zwei Araber.
Einheimische Zeugen sprachen von einem "Raketenhagel", der niedergegangen sein soll. In dem Gebiet seien nach dem Angriff Teile einer US-Rakete gefunden worden. Die CIA äußerte sich zu dem Bericht des US-Fernsehsenders nicht.
Der Satellitensender al-Arabija berichtete von einem Anruf eines angeblichen Al-Qaida-Vertreters, der die Berichte über den Tod Rabias dementierte. Bei den Toten handele es sich um zwei örtliche Stammesangehörige, zwei Tadschiken und einen Araber namens Suleiman al-Moghrabi. Pakistanische Sicherheitskräfte sagten, daß die Leichen von zwei Ortsansässigen, darunter von einem Stammesführer, gefunden wurden, nicht aber die Leiche Rabias. Vermutlich sei sie von anderen Kämpfern weggeschafft worden.
Das unwegsame Stammesgebiet an der pakistanisch-afghanischen Grenze ist Rückzugsgebiet für mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer. Seit Ende 2003 tötete die pakistanische Armee bei Einsätzen gegen mutmaßliche militante Islamisten in der Region rund 350 Verdächtige. Auch etwa 250 Soldaten kamen bei diesen Einsätzen ums Leben.



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