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Ausland

NATO-Soldaten nicht in Afghanistan

Neu-Delhi/Kabul. So dürfte sich die afghanische Regierung die Hilfe der NATO nicht vorgestellt haben. Von den bis zu 3500 zusätzlichen Soldaten, die das Bündnis zur Sicherung der im September geplanten Wahl zugesagt hat, sollen bis zu 2000 gar nicht in Afghanistan eingesetzt, sondern in einem benachbarten Land in Bereitschaft gehalten werden. Nach Angaben der Internationalen Schutztruppe ISAF in Kabul sollen zwei Bataillone nur bei Bedarf nach Afghanistan geschickt werden.

In Afghanistan selbst solle eine neue Eingreiftruppe von 1000 Soldaten stationiert werden, teilte ein Sprecher der ISAF weiter mit. Außerdem werde jedes der geplanten fünf neuen Wiederaufbauteams mit 100 zusätzlichen Soldaten verstärkt.

"Diese Zahl genügt natürlich nicht", sagte der Sprecher des afghanischen Verteidigungsministeriums, General Zahir Azimi. Die NATO hatte bei dem Gipfel des Bündnisses in Istanbul zugesagt, die ISAF zu der für September geplanten Wahl von 6500 auf bis zu 10 000 Soldaten aufzustocken. Das Bündnis, meint Azimi, habe versprochen, alle Truppen in Afghanistan zu stationieren. Wobei auch nach dem Gipfel noch unklar ist, welche NATO-Mitglieder wie viele Soldaten stellen werden. Konkrete Zusagen gibt es bislang trotz der gebotenen Eile nicht.dpa

 

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