13.10.12

Friedensnobelpreis

Europas Sternstunde - doch Kritik bleibt nicht aus

Der Friedensnobelpreis ist für die EU inmitten der Sinnkrise eine willkommene Auszeichnung. Doch es gibt auch heftige Kritik an der Vergabe.

Foto: dpa
EU-Flagge
Der Flagge der Europäischen Union

Wir brauchten gute Neuigkeiten", sagte EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso sichtlich glücklich, nachdem das Norwegische Nobelpreiskomitee am Freitag seine für die Europäische Union ebenso überraschende wie ermutigende Entscheidung bekannt gegeben hatte: Inmitten der Schulden- und der von ihr ausgelösten Sinnkrise, in Zeiten des Sozialprotests und der Zweifel an der Gemeinschaftswährung erhält der Bund der derzeit 27 Staaten den Friedensnobelpreis. "Die EU und ihre Vorgänger tragen seit mehr als sechs Jahrzehnten zur Förderung von Frieden und Versöhnung, Demokratie und Menschenrechten in Europa bei", begründete Komiteechef Thorbjörn Jagland die Entscheidung am Freitag in Oslo. Quer durch Europa wurde die Auszeichnung begrüßt.

Barroso: Eine große Ehre für unsere 500 Millionen Bürger!

Barroso bezeichnete die Würdigung als "große Ehre für unsere 500 Millionen Bürger, alle Mitgliedstaaten und europäischen Institutionen". Sie sende zudem eine wichtige Botschaft in die Welt: "Dass die EU etwas sehr Kostbares ist, dass sie in Ehren gehalten wird, zum Wohl der Europäer und der ganzen Welt." Der EU-Ratsvorsitzende Herman Van Rompuy betonte, dass die EU einen durch zwei Weltkriege und den Ost-West-Konflikt gespaltenen Kontinent wieder geeint habe. Damit sei sie "die größte friedenstiftende Institution, die je in der Weltgeschichte geschaffen wurde".

Auch in Deutschland wurde das Votum des Nobelpreiskomitees mit Begeisterung und Genugtuung aufgenommen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte: "Das ist Ansporn und Verpflichtung zugleich - auch für mich ganz persönlich." Sie sprach von einer "wunderbaren Entscheidung", die zudem unterstreiche, dass der kriselnde Euro "mehr ist als nur eine Währung". Ihr Herausforderer, SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück, warb für einen neuen Anlauf, jungen Menschen den Sinn von Europa nahezubringen. Nach den Kriegen des 20. Jahrhunderts sei ein friedenstiftendes Europa ein überzeugendes Argument für die Staatengemeinschaft gewesen, sagte er. Altkanzler Helmut Kohl (CDU), einer der Väter der europäischen Einigung, lobte die "kluge und weitsichtige Entscheidung" - und erklärte: "Als Europäer haben wir heute allen Grund, stolz zu sein."

Auch die EU-Volksvertreter reagierten euphorisch. "Wir im EU-Parlament sind tief bewegt", sagte dessen deutscher Präsident Martin Schulz. Die Verhandlungen mit weiteren Ländern über den Beitritt zur Union zeigten, dass diese trotz aller wirtschaftlichen Herausforderungen "ein Magnet für Stabilität, Wohlstand und Demokratie" bleibe. Die Prinzipien und Werte der Versöhnung seien ein Vorbild für andere Weltregionen; vom Balkan über den Kaukasus diene die EU als "Leuchtturm für Demokratie und Versöhnung".

Die Hamburger Europaabgeordnete Birgit Schnieber-Jastram (CDU) sagte dem Abendblatt: "Ich freue mich wahnsinnig über diese Nachricht. Der Friedensnobelpreis zeichnet ein Projekt aus, das einmalig auf der Welt ist." Ihr Hamburger EU-Parlamentskollege Knut Fleckenstein (SPD) sagte, es sei "großartig", dass die EU den Preis erhalte. "Und das in einer schwierigen Zeit, in der wieder Kleingeister die Vorteile der Einzelstaaterei predigen", sagte er dem Abendblatt. Die Preisvergabe sei ein ermutigendes Signal, die Idee von Frieden und Solidarität weiter auszubauen. "Unsere gemeinsamen Werte, Frieden und Wohlstand lassen sich nur durch eine starke Europäische Union sichern."

Doch in die Welle der Gratulationen mischte sich auch Kritik. Gregor Gysi, der Fraktionschef der Linkspartei im Bundestag, sagte: "Die EU ist gerade dabei, sich aufzurüsten, weil sie außerhalb Europas an Kriegen teilnehmen will." Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International sieht die EU durch den Friedensnobelpreis nun in einer Bringschuld: "Sie muss vor allem ihre Rolle im weltweiten Flüchtlingsproblem überdenken", erklärte die Organisation. Die EU schotte ihre Grenzen ab, schicke Flüchtlinge zurück in Länder, in denen sie gefoltert würden, und lasse sie fallen. "Das ist jetzt nicht mehr hinnehmbar." Das Komitee des Aachener Friedenspreises reagierte mit Empörung: Die EU werde für ihre angeblichen Verdienste um Frieden und Menschenrechte geehrt, während sie an ihren Außengrenzen Flüchtlinge in den Tod schicke, sagte die stellvertretende Vereinsvorsitzende Tina Terschmitten.

Kommissionschef Barroso hielt dem entgegen, dass Europa weit über den eigenen Kontinent hinaus Großartiges geleistet habe. Die EU stelle weltweit das mit Abstand meiste Geld für humanitäre Einsätze und Zahlungen an Entwicklungsländer bereit, im Kampf gegen den Klimawandel stehe sie an vorderster Front. "Dieser Friedensnobelpreis zeigt, dass die Europäische Union in schwierigen Zeiten eine Inspiration für Führer und Bürger in aller Welt bleibt."

Allerdings nicht in Russland. In diesem Jahr waren auch die russische Menschenrechtsorganisation Memorial und deren Mitbegründerin Swetlana Gannuschkina als mögliche Preisträger gehandelt worden. Sie kritisierte die Preisvergabe an die EU als Zeichen von "Impotenz". "Die Auszeichnung ist einer staatlichen bürokratischen Struktur zuerkannt worden", sagte sie enttäuscht und betonte: "Die Europäische Union hat an mehreren Kriegen teilgenommen." Die Leiterin der Moskauer Helsinki-Gruppe, Ljudmila Alexejewa, sagte: "Ich hätte es besser gefunden, wenn zum Beispiel ein politischer Häftling im Iran den Preis erhalten hätte." Russische Bürgerrechtler hatten auf den Preis als eine Anerkennung für die von Präsident Wladimir Putin zunehmend geschwächte Zivilgesellschaft gehofft.

Auch in Norwegen, dessen Bürger einen EU-Beitritt bereits zweimal in Volksabstimmungen abgelehnt haben, sorgte die Entscheidung für Ärger. Sowohl Nobelkomiteechef Jagland als auch der Direktor des Nobelinstituts, Geir Lundestad, gelten seit Jahren als Verfechter der Vergabe an die EU. Die Entscheidung sei einstimmig von allen fünf Mitgliedern des Komitees getragen worden, erklärte Jagland, ein entschiedener Befürworter eines EU-Beitritts Norwegens. Das Komitee ist nach dem Parteienproporz im Parlament in Oslo zusammengesetzt. Dazu gehören auch zwei EU-kritische Parteien. Audun Lysbakken, der Chef der für gewöhnlich in der Jury vertretenen EU-kritischen Linkssozialisten, warf Jagland unfeine Methoden vor. "Hat Jagland im Komitee geputscht, während unsere Vertreterin krank war?", fragte er auf der Internetseite der Osloer Tageszeitung "Aftenposten". Die linkssozialistische Vertreterin in der Preisjury war wegen einer längerer Krankheit durch den parteilosen Bischof Gunnar Stålsett ersetzt worden.

Wollten Gegner der Entscheidung dem Nobelkomitee eins auswischen?

Offen blieb auch, warum der TV- und Rundfunksender NRK den Preisträger bereits eine Stunde vor der offiziellen Bekanntgabe verkünden konnte. Spekulationen machten die Runde, dass Gegner der Entscheidung mit Insiderwissen dem Komiteechef den "Spaß verderben wollten". Bereits am Vorabend hatten sich Gerüchte verbreitet, dass der Nobelpreis an die EU gehen könnte.

Der mit umgerechnet 930 000 Euro dotierte Preis wird am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel, in Oslo verliehen. Wer die Auszeichnung für die EU entgegennimmt und wofür das Preisgeld verwendet werden soll, wurde am Freitag in Brüssel noch diskutiert.

Das ist die EU

Die Europäische Union (EU) hat derzeit 27 Mitgliedländer

Sie zählt mehr als 500 Millionen Einwohner

Vorläufer sind  die Europäischen Gemeinschaften

Diese bestanden zunächst nur aus sechs Mitgliedern...

...Belgien, Bundesrepublik Deutschland, Frankreich, Italien, Luxemburg, Niederlande

In der EU gibt es 23 Amtssprachen

Die EU hat mehrere Standorte. Die Europäische Kommission trifft sich in Brüssel, das Parlament in Straßburg

Innerhalb der EU bilden 17 Staaten die Europäische Wirtschafts- und Währungsunion

Seit dem 1. Januar 2002 haben diese die gemeinsame Währung eingeführt: Den Euro

Die EU wächst. Derzeit gibt es sechs Länder, die beitreten wollen. Weitere Länder planen ihren Beitritt

Die EU arbeitet nicht nur in der Wirtschaftspolitik zusammen...

...auch in der Innen- und Justizpolitik gibt es Kooperationen

In der G8 hat die EU Beobachterstatus

Sie ist außerdem Mitglied in der G20 und vertritt ihre Mitgliedstaaten in der WTO

Das erklärte Ziel ist ein europaweiter "Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts"

Friedensnobelpreis für die EU: Die Reaktionen

"Das zeigt, dass die Norweger wirklich Humor haben. Die EU sollte den 'Trottelpreis für Frieden' bekommen, weil sie sicher keinen Wohlstand geschaffen hat. Die EU hat für Millionen Armut und Arbeitslosigkeit geschaffen."

 Nigel Farage, Vorsitzender der euroskeptischen britischen Partei UK Independence Party

"Das ist die berechtigte Anerkennung für ein einzigartiges Projekt, das seinen Bürgern und der Welt gut tut. Wir sollten nicht vergessen, dass die Europäische Union in ihren Anfängen Nationen zusammengebracht hat. (...) Später hat sie Länder zusammengebracht, die durch den Kalten Krieg getrennt waren ... Selbst in diesen schwierigen Zeiten bleibt die EU eine Inspiration für Länder und Völker in der ganzen Welt."

 Jose Manuel Barroso, Präsident der Europäischen Kommission

"Die Europäische Union hat eine entscheidende Rolle dabei gespielt, die Wunden der Geschichte zu heilen sowie Frieden, Versöhnung und Zusammenarbeit quer durch Europa zu fördern. Sie hat dazu beigetragen, Frieden, Demokratie und Menschenrechte auf dem gesamten Kontinent und darüber hinaus voranzubringen."

 Anders Fogh Rasmussen, Nato-Generalsekretär

"Dass der Friedensnobelpreis an die EU vergeben worden ist, finde ich besonders gut. Denn bei aller Diskussion um den europäischen Weg sollte man das europäische Einigungsprojekt nicht in Frage stellen."

 Hans-Werner Sinn, Präsident des Münchner Ifo-Instituts

"Als der Eiserne Vorhang niedergerissen wurde und die diktatorischen Regime in Zentral- und Osteuropa weggeschwemmt wurden, war es die EU, die den neuen Demokratien eine Perspektive geboten und von chauvinistischen Verlockungen abgesehen hat. Heute bleibt die Europäische Union trotz der Wirtschafts- und Finanzkrise ein Vorbild für andere Regionen in der Welt."

 Ronald S. Lauder, Präsident des Jüdischen Weltkongresses

"Aus der europäischen Schuldenkrise ist auch eine Krise der europäischen Idee geworden. Dass das Nobelpreis-Komitee gerade in diesem Jahr würdigt, dass die Europäische Union über sechs Jahrzehnte entscheidend zur friedlichen Entwicklung in Europa beigetragen hat, ist ein wichtiges Signal an die Bürgerinnen und Bürger Europas."

 Bernhard Lorentz, Geschäftsführer der Stiftung Mercator, die die Kampagne "Ich will Europa" mitinitiiert hat.

 "Es ist richtig, dass diese außergewöhnliche Anstrengung, die geleistet wurde von den Europäern und ihren Führern, auf ihrem Kontinent einen dauerhaften Frieden zu etablieren ..., belohnt und geehrt wird."

 Valery Giscard d'Estaing, früherer französischer Staatspräsident

"Wir sind alle sehr stolz, dass die Bemühungen der EU anerkannt werden, den Frieden in Europa zu bewahren ... Europa hat zwei Kriege im 20. Jahrhundert erlebt, und wir haben dank der Europäischen Union Frieden geschaffen. Damit ist die Europäische Union der größte Friedensstifter in der Geschichte."

 Herman van Rompuy, Ratspräsident der Europäischen Union

 "Damit wird die friedensstiftende Rolle der europäischen Einigung gewürdigt, friedensstiftend für den europäischen Kontinent und beispielgebend für andere Regionen der Welt. Die Verleihung des Friedensnobelpreises ist aber auch ein deutliches Signal an diejenigen in Europa, die unter Hinweis auf vermeintlich nationale Interessen das europäische Einigungswerk gefährden."

 Hans-Dietrich Genscher, früherer Bundesaußenminister

"Für das Zusammenwachsen Europas kommt sie zum richtigen Zeitpunkt und stärkt die Kräfte, die sich für eine weitere Integration der Europäischen Union einsetzen ... Sie ist eine deutliche Absage an Nationalismus und Kleinstaaterei."

 Gerhard Schröder, Altbundeskanzler

 "Das ist eine großartige Entscheidung, die mich stolz und glücklich macht. Die europäische Integration ist das erfolgreichste Friedensprojekt der Geschichte. Aus den Trümmern von zwei schrecklichen Weltkriegen sind Frieden und Freiheit gewachsen, aus Erbfeinden sind gute Freunde und untrennbare Partner geworden."

 Guido Westerwelle, Bundesaußenminister

 "Die EU ist ein einzigartiges Projekt, das Krieg durch Frieden ersetzt hat, Hass durch Solidarität" ... "In der EU geht es um Versöhnung und damit kann sie als eine Inspiration dienen."

 Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlaments

(HA/fis)
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Der Friedensnobelpreis
  • Wofür wird der Preis vergeben?

     

     

    Als einziger der Nobelpreise wird der Friedensnobelpreis nicht in Schweden, sondern in Norwegen vergeben. Nach dem Testament des schwedischen Dynamit-Erfinders Alfred Nobel soll er Persönlichkeiten oder Organisationen auszeichnen, die am meisten auf „die Verbrüderung der Völker“ hingewirkt haben. Besonders hervorgehoben wurden „die Abschaffung oder Verminderung der stehenden Heere“ sowie die Ausrichtung von Friedenskongressen.

  • Welches Gremium entscheidet?

    Aus einer Liste von Kandidaten wählt ein fünfköpfiges Gremium, das Nobelkomitee, den Preisträger. Die Mitglieder werden vom norwegischen Parlament, dem Storting, für sechs Jahre gewählt und sollen die parlamentarischen Kräfteverhältnisse widerspiegeln. Auch eine Wiederwahl ist möglich.

     

  • Das Komitee

    Den Vorsitz hat derzeit der frühere norwegische Ministerpräsident Thorbjörn Jagland, seine Stellvertreterin ist Kaci Kullmann Five, frühere Handelsministerin und ehemalige Parteivorsitzende der Konservativen. Ferner gehören dem Komitee an: Inger-Marie Ytterhorn, Berit Reiss-Andersen und Gunnar Stalsett, der in diesem Jahr für die erkrankte Agot Valle einsprang.

  • Bis zu 200 Vorschläge

    Vorschläge für die Kandidatenliste können neben den Komiteemitgliedern auch frühere Preisträger, Mitglieder von Regierungen und Parlamenten, Angehörige internationaler Organisationen sowie Universitätsprofessoren für Politik, Geschichte und Philosophie einreichen. Bei der Verleihung soll keine Rücksicht auf die Nationalität genommen werden. Das Komitee stellt aus 150 bis 200 Einreichungen eine Short-List aus fünf bis 20 Kandidaten zusammen. Mithilfe von Berichten externer Berater wird die Liste weiter reduziert. Die Entscheidung des Komitees sollte dann einstimmig fallen, in strittigen Fällen reicht aber auch eine einfache Mehrheit.

     

  • Vergabe in Norwegen

    Warum der Friedensnobelpreis in Norwegen vergeben wird, ist nicht restlos geklärt. Zum einen stand Schweden bei der Gründung der Preise in einer politischen Union in Norwegen und könnte deshalb von Alfred Nobel die Vergabe eines der Preise überantwortet bekommen haben. Dass Norwegen aus den fünf Kategorien gerade den Friedensnobelpreis vergeben sollte, könnte laut dem Nobelinstitut mehrere Gründe haben: Zum einen hatte Norwegen keine solche militärische Tradition wie Schweden und engagierte sich bereits um die Wende zum 20. Jahrhunderts in der internationalen Konfliktvermittlung. Außerdem hinkte Norwegen nach Angaben des Instituts den Schweden damals auch bei der Forschung in den Naturwissenschaften und der Medizin hinterher und hatte auch keine literarische Institution, der die Vergabe des Literaturnobelpreises zugetraut wurde. So blieb nur der Friedensnobelpreis.

     

  • Die Dotierung

     Das Komitee überreicht den mit zehn Millionen schwedischen (und nicht norwegischen) Kronen (1,09 Millionen Euro) dotierten Preis am 10. Dezember, dem Todestag Nobels. Den ersten Friedenspreis erhielten 1901 der Gründer des Roten Kreuzes, Henri Dunant, und der Gründer der französischen Friedensgesellschaft, Frédéric Passy. Bisher wurden vier Deutsche mit dem Preis ausgezeichnet: Carl von Ossietzky, Ludwig Quidde, Gustav Stresemann und Willy Brandt. (dapd)

     

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