Sinai
Islamisten beschießen ägyptisches Sicherheitsquartier
Die Aufständischen feuerten Raketen ab und warfen Granaten. Sicherheitskräfte schossen zurück. Drei Soldaten und vier Zivilisten verletzt.
Kairo/Istanbul. Auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel haben Islamisten am Sonntag Sicherheitskräfte mit Panzerabwehrraketen, Granaten und Maschinengewehren attackiert. Im Zentrum des Angriffs stand das Hauptquartier der Sicherheitskräfte im nördlichen Al-Arisch. Auch in anderen Teilen der Halbinsel kam es zu Gefechten. Sicherheitskreisen zufolge wurden drei Soldaten verletzt.
Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, handelte es sich bei den Angriffen um einen Racheakt für die Militäraktionen gegen militante Islamisten in den vergangenen Wochen auf der Halbinsel. Nach Angaben von Augenzeugen kam es anschließend zu einem mehr als einstündigen Schusswechsel zwischen den Angreifern und Sicherheitskräften, die vom Dach ihres Stützpunkts aus feuerten.
Bei den Gefechten zwischen Aufständischen und ägyptischen Sicherheitskräften wurden sieben Menschen verletzt. Neben drei Soldaten seien auch vier Zivilisten, darunter ein kleines Mädchen und eine alte Frau, unter den Opfern der Kämpfe in den Ortschaften El Arisch, Scheik Sweid und Rafah, hieß es aus ägyptischen Sicherheitskreisen.
Die Aufständischen hätten sich zunächst in einer Schule in Scheik Sweid verschanzt und Kinder als Geiseln genommen, später seien sie alleine geflohen. Die Attacke der militanten Islamisten war offenbar eine Reaktion auf die Festnahme von vier Verdächtigen.
Nach einem Angriff auf einen Militärposten nahe der Grenzstadt Rafah mit 16 Toten Anfang August haben die ägyptischen Sicherheitskräfte eine massive Offensive gegen die Aufständischen auf dem Sinai gestartet. Militante nutzen das oft schwer zugängliche Terrain, um sich zu verstecken. Bei den Militäreinsätzen wurden inzwischen mehr als 30 militante Kämpfer getötet.
Mit Material von dpa und dapd














