USA
US-Autohersteller müssen künftig spritsparende Fahrzeuge bauen
Präsident Obama spricht von der "bisher wichtigste Einzelmaßnahme" seiner Regierung. Industrie fürchtet unterschiedliche Standards.
Washington. Der hohe Ölpreis macht es möglich - Umweltschutz kommt auch in den USA an: Strengere Verbrauchsstandards verpflichten die US-Autohersteller künftig zum Bau spritsparender Fahrzeuge. Dem am Dienstag von der US-Regierung beschlossenen Regelwerk zufolge dürfen neue Autos künftig nur noch halb so viel Benzin verbrauchen wie bisher. Bis 2025 soll der Verbrauch bei durchschnittlich 4,3 Litern pro 100 Kilometer liegen, teilte die Regierung in Washington mit. Ende vergangenen Jahres lag der Durchschnittsverbrauch noch bei 8,2 Liter je 100 Kilometer. Die neuen Vorschriften sollen nun schrittweise eingeführt werden. Autohersteller, die sich nicht daran halten, können mit Geldstrafen belegt werden.
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Obama sagte, die neuen Standards seien die "bisher wichtigste Einzelmaßnahme" seiner Regierung, um die Abhängigkeit der USA von ausländischem Öl zu reduzieren. Sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney lehnte die strengeren Regelungen hingegen ab. Sein Wahlkampfteam erklärte am Dienstag, Ersparnisse an der Tankstelle würden durch höherer Autopreise wieder aufgefressen.
Die US-Regierung geht davon aus, dass die neuen Regeln die Automobilindustrie zwischen 2017 und 2025 rund 135 Milliarden Dollar (knapp 108 Milliarden Euro) kosten werden. Bereits vor drei Jahren hatte die Industrie einem Abkommen zur Reduzierung von Abgasen bis 2016 zugestimmt. Als Ziel hatte die Regierung im Mai 2009 die Einsparung von insgesamt 1,8 Milliarden Barrel Öl bis 2016 ausgegeben.
Hatte die Industrie die Regelungen bislang unter Hinweis auf die zu hohen Kosten bekämpft, so einigten sich im vergangenen Jahr 13 Hersteller mit der Regierung auf die neuen Regeln. Wiederholt hatten die Unternehmensführer die Obama-Regierung darauf hingewiesen, dass sie einen landesweiten Standard wünschten. Ihre Sorge: Die einzelnen Bundesstaaten könnten unterschiedliche Richtlinien erlassen. "Sie wollten Sicherheit, sodass sie in die Zukunft investieren können und wissen, nach welchen Regeln gespielt wird", sagte die Leiterin der US-Umweltschutzbehörde (EPA), Lisa Jackson.
Mit Material von dapd















