Anschläge am 11. September
Zugunglück: Prozess in Guantanamo verschoben
Anhörung der fünf Beschuldigten wegen der Terroranschläge vom 11. September, darunter auch zwei Hamburger, kann heute nicht stattfinden.
Guantanamo. Der Prozess gegen fünf Beschuldigte wegen der Terroranschläge vom 11. September 2001 in den USA verzögert sich wegen eines Computerproblems. Grund ist ein Güterzugunglück in der Nähe von Baltimore, bei dem ein Glasfaserkabel beschädigt wurde, das für die Internetverbindungen des US-Militärs genutzt wird. Dadurch wurde der Zugang zu Rechnern der Regierung unterbrochen, während sich die Verteidigung auf die vorprozesslichen Anhörungen vorbereitete. Ein Richter gab dem Antrag der Verteidigung statt, den Beginn der Anhörungen auf (morgigen) Donnerstag zu verschieben. Wann der eigentliche Prozess beginnt, ist noch unklar. Es kann noch mindestens ein Jahr dauern.
Neue Runde im Verfahren gegen Angeklagte vom 11. September
Angeklagt sind der mutmaßliche Chefplaner der Anschläge, Chalid Scheich Mohammed, der nach Einschätzung der Behörden die Anschläge vom 11. September 2001 und mehr als zwei Dutzend weitere Attentate geplant hat. Er sitzt seit September 2006 im US-Militärlager in Guantanamo auf Kuba in Haft. Strittig ist, ob er sich vor einem Militär- oder einem Zivilgericht in den USA verantworten sollte.
Außerdem angeklagt Ramzi Binalshibh, der zur Hamburger Zelle um den Todespiloten Mohammed Atta gehörte. Daneben müssen sich Ali Abdel Asis Ali, Mustafa Ahmed al-Hausawi und Walid bin Attasch vor dem Militärtribunal verantworten. Hauptanklagepunkte sind Terrorismus, Flugzeugentführung, Verschwörung, Mord, Angriff auf Zivilisten, vorsätzliche schwere Körperverletzung und Zerstörung von Eigentum. Im Fall eines Schuldspruchs im Hauptverfahren, das voraussichtlich nicht vor Mai nächsten Jahres beginnen wird, droht den sogenannten "Guantánamo Five" die Todesstrafe. (dapd, abendblatt.de)
















