Somalia
Mandat der Übergangs-Regierung abgelaufen
Präsidentenwahlen wird es heute wohl trotzdem nicht geben. Die Vereinten Natioinen hoffen, dass die neue Regierung Frieden und Stabilität bringen kann.
Addis Abeba/Mogadischu. Im Krisenland Somalia ist am Montag das Mandat der von den Vereinten Nationen unterstützen Übergangsregierung abgelaufen. Das neue Parlament sollte voraussichtlich am Nachmittag erstmals zusammenkommen und vereidigt werden, sagte Nick Birnback, der Sprecher des politischen Büros der UN für Somalia (UNPOS). Da die Liste der 275 Abgeordneten aber noch immer nicht vollständig war, galt es als unwahrscheinlich, dass noch im Laufe des Tages ein neuer Präsident gewählt werden kann.
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"Die Abstimmung wird wahrscheinlich nicht so schnell stattfinden, weil das Parlament komplett sein muss, bevor ein Sprecher und ein Präsident gewählt werden können", sagte ein Diplomat in Mogadischu. Einen Zeitpunkt nannte er nicht.
Die Parlamentarier werden von den verschiedenen Clanchefs ernannt. Wegen Korruption, Einschüchterungen und Morddrohungen konnten bisher lediglich 225 Namen veröffentlicht werden. Erst wenn auch die restlichen 50 Abgeordneten feststehen, stimmt das Parlament über den nächsten Staatschef ab. Etwa zehn Kandidaten bewerben sich um das Amt.
+++In Somalia ist die Not groß+++
In Somalia gibt es seit mehr als 20 Jahren keine funktionierende Zentralregierung mehr. Die UN hoffen, dass die neue Regierung Frieden und Stabilität bringen kann. Gleichzeitig werden aber immer noch große Gebiete im Land von der radikalislamischen Al-Schabaab-Miliz beherrscht. (dpa, abendblatt.de)
















