16.08.12

Euro-Krise

Westerwelle will mit Ex-Ministern für Europa werben

Genscher, Kinkel, Fischer: Ehemalige Ausßenminister sollen mit der Initiative "Wir für Europa" die Abkehr von der EU wegen der Krise stoppen.

Foto: dpa
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP)
Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP)

Frankfurt/Main. Fünf Minister gegen die Krise: Das Auswärtige Amt plant nach Informationen der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "Die Welt" eine ungewöhnliche europapolitische Initiative. Mit einem gemeinsamen Auftritt mit seinen Vorgängern Hans-Dietrich Genscher (FDP), Klaus Kinkel (FDP), Joschka Fischer (Grüne) und Frank-Walter Steinmeier (SPD) will Außenminister Guido Westerwelle (FDP) vor einer durch die Schuldenkrise ausgelösten Abkehr von der EU warnen. Der Slogan für den im Auswärtigen Amt geplanten Fototermin lautet "Wir für Europa".

+++CSU-Chef Seehofer droht Merkel erneut mit Bruch der Koalition+++

+++Bundesverfassungsgericht richtet über ESM und Fiskalpakt+++

Der für diese Woche geplante Auftritt musste jedoch verschoben werden. Nach dem Tod seines Vaters sagte Steinmeier alle Termine für die kommenden Tage ab. Die Veranstaltung soll aber auf jeden Fall nachgeholt werden. Der sechste noch lebende deutsche Außenminister, Walter Scheel (FDP), ist aus gesundheitlichen Gründen derzeit nicht in der Lage, bei der parteiübergreifenden Aktion mitzumachen.

Mit dem ungewöhnlichen Auftritt soll vor wachsendem Euro-Skeptizismus gewarnt und für die EU als eine über Binnenmarkt und Gemeinschaftswährung hinausgehende Kulturgemeinschaft geworben werden. (dpa)

Euro-Krise : Der Fahrplan im Juni/Juli 2012
Euro-Krise : Der Fahrplan im Juni/Juli 2012
Der Wahlausgang in Griechenland hat die Märkte am Montag kurz aufatmen lassen und Politik und Währungshütern eine Verschnaufpause beschert. Doch die Euro-Retter müssen sich weiter um zahlreiche Baustellen kümmern. So sieht der Fahrplan in den kommenden Wochen aus:
19. Juni: Im mexikanischen Los Cabos treffen sich seit Montag die führenden Wirtschaftsmächte (G20). Die Euro-Schuldenkrise dürfte beherrschendes Thema des Gipfels sein.
21. Juni: Spätestens bis zu diesem Datum sollen die Beratungsunternehmen Oliver Wyman und Roland Berger ihren Bericht über die Lage der spanischen Banken vorlegen. Erst danach will die Regierung in Madrid den offiziellen Antrag auf Hilfskredite stellen.
21. Juni: Die Euro-Finanzminister treffen sich zu ihrer regulären monatlichen Sitzung. Dabei geht es um die Hilfe von bis zu 100 Milliarden Euro für Spaniens Banken. Auch die Lage Griechenlands dürfte besprochen werden.
22. Juni: Bei einem Vierergipfel wollen sich in Rom die Regierungschefs Mario Monti (Italien), Angela Merkel, François Hollande (Frankreich) und Mariano Rajoy (Spanien) treffen.
24. Juni: Die Grünen wollen in Berlin einen Sonderländerrat abhalten – also einen kleinen Parteitag – um ihre Haltung zum Fiskalpakt festzulegen.
28./29. Juni: Der EU-Gipfel soll die Weichen im Kampf gegen die Schuldenkrise neu stellen. Die Staats- und Regierungschefs wollen die politische und wirtschaftliche Union vertiefen.
29. Juni: Der Bundestag soll den umstrittenen Fiskalpakt für mehr Haushaltsdisziplin gemeinsam mit dem dauerhaften Euro-Rettungsschirm ESM verabschieden – und damit noch vor der Sommerpause. Auch der Bundesrat soll in einer Sondersitzung noch am selben Abend entscheiden.
1. Juli: Der neue ständige Krisenfonds ESM löst den bisherigen Rettungsschirm EFSF ab. Der ESM verfügt über eine Kapazität für Notkredite von 500 Milliarden Euro. Um den Schutzwall um die Euro-Zone zu erhöhen, wurde das maximale Hilfsvolumen der kombinierten Rettungsschirme auf 800 Milliarden Euro aufgestockt.
5. Juli: Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kommt zu seiner regulären Sitzung zusammen. Die Währungshüter könnten neue Maßnahmen gegen eine ausufernde Krise beschließen und etwa den Leitzins senken. (dpa)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams
title
Aktualisiert vor 29 MinutenLiveticker zu Obama-Besuch
Küsschen für Merkel als Ausgleich für Gauck-Überziehung

Das Gespräch des US-Präsidenten mit dem Bundespräsidenten dauerte länger als geplant. Im Berliner Kanzleramt handeln Obama und Merkel jetzt wichtige Themen ab. Am Nachmittag spricht Obama am Brandenbu… mehr...


Noch scheint die Sonne in Hamburg: Bereits am Nachmittag und frühen Abend werden schwere Unwetter erwartet
11:46Sommerintermezzo
Am Abend drohen im Norden Tornados

Auf die drückende Hitze in Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen folgen schwere Gewitter mit Hagel, Starkregen und Sturmböen. Auch die Ausbildung einzelner Tornados ist möglich. mehr...

Nordfriesische Inseln - Sylt
19.06.13 HAMissbrauch auf Sylt?
Lehrer wollte Schüler mit Energy-Drinks gefügig machen

Der Pädagoge des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Sinstorf wurde sofort beurlaubt. Die Schulbehörde spricht von "ernst zunehmenden Vorwürfen". Das Landeskriminalamt ermittelt. mehr...


Bundestrainer Joachim Löw will an den neuen DFB-Sportdirektor keine Kompetenzen abgeben
10:50Nationalmannschaft
Löw will keine Kompetenzen an neuen Sportdirektor abgeben

Die Deutsche Fußball Liga forderte, dem künftigen Sportdirektor mehr Macht einzuräumen. Doch der Bundestrainer will sich nicht reinreden lassen. mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
Deutschland-Besuch
Familie Obama zu Gast in Berlin

Viereinhalb Jahre nach Beginn seiner Amtszeit ist Barack Obama zum ersten Mal als US-Präsident in Berlin. Auf dem Programm stehen Treffen…mehr »

Top Bildergalerien mehr

Barack Obama in Berlin

Konzert

Depeche Mode live in Hamburg

Massenproteste in Brasiliens Großstädten

Brandstiftung

Autobrände in Schnelsen

Highlights
rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr

rb_webcam_926043a.jpg
Webcams

Besuchen Sie online die schönsten Orte der Welt. mehr