15.08.12

Afghanistan

Neue Anschläge in Herat und Chost - 23 Verletzte

In Herat detonierte eine Bombe auf einem Markt, 14 Zivilisten wurden verletzt. In Chost wurde eine Granate in eine Menschengruppe geschleudert.

Foto: AFP
Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen in Herat und Chost
Zunächst bekannte sich niemand zu den Anschlägen in Herat und Chost

Kabul. Der Terror in Afghanistan geht weiter. Bei neuen Anschlägen sind am Mittwoch mindestens 23 Menschen verletzt worden. In der westafghanischen Stadt Herat wurden 14 Zivilisten verwundet, als auf einem Markt eine Bombe explodierte, wie die Polizei mitteilte. Neun afghanische Arbeiter erlitten in der östlichen Provinz Chost Verletzungen, als Unbekannte eine Handgranate in die Gruppe schleuderten. Die Männer hatten auf einem Stützpunkt der Internationale Schutztruppe Isaf gearbeitet.

Bereits am Dienstagabend starben in der Südprovinz Helmand vier regierungstreue Stammesälteste. Nach Angaben der Provinzregierung waren die Männer zu Fuß auf dem Weg in eine Moschee, als eine Bombe explodierte. In der östlichen Provinz Paktika kamen in der Nacht zudem vier Kinder bei einem Angriff auf ein ziviles Fahrzeug ums Leben. Auch dieser Vorfall wurde erst am Mittwoch bekannt.

+++ Blutiger Terror in Afghanistan fordert mindestens 46 Leben +++

Zunächst bekannte sich niemand zu den Taten. Insgesamt waren am Dienstag in Afghanistan mehr als 50 Menschen bei einer Serie von Anschlägen ums Leben gekommen. Mindestens 29 davon starben bei einem Angriff von Selbstmordattentätern auf einen Markt im Südwesten.

USA stocken Geheimdienst nach Anschlägen auf

Die USA stocken ihren Geheimdienst in Afghanistan auf, nachdem mehrfach aus den Reihen der verbündeten afghanischen Sicherheitskräfte Anschläge auf Nato-Soldaten verübt wurden. Das teilte US-Generalstabschef Martin Dempsey mit. Auch innerhalb der afghanischen Sicherheitskräfte werde der Geheimdienst verstärkt. Dort seien bereits Hunderte Soldaten ausgemustert worden, die eine Gefahr der Radikalisierung dargestellt hätten. So seien afghanische Soldaten aufgefallen, die mehrfach nach Pakistan gereist seien, wo Kämpfer der Al-Kaida und mit ihnen verbündete Extremisten Unterschlupf finden.

(Mit Material von dpa und rtr)

Zitate zum Krieg am Hindukusch
"Natürlich ist das eine Bereitstellung, die zu einem Einsatz führen kann, vermutlich führen wird.(...) Bereitstellung ist Bereitstellung." (Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) am 6. November 2001 zu seinen Plänen für einen möglichen Einsatz der Bundeswehr im Afghanistan-Konflikt)
"Der Militäreinsatz war die Bedingung für die Rückkehr eines ganzen Volkes in das zivile Leben." (Schröder am 11. April 2002 zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan)
"Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt", (Verteidigungsminister Peter Struck (SPD), 5.Dezember 2002, Berlin)
"Es handelt sich um einen Stabilisierungseinsatz, zugegeben um einen recht robusten Stabilisierungseinsatz, der Kampfhandlungen miteinschließt." (Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Christian Dienst, am 4. September 2009)
Wir sind in unser Engagement in Afghanistan nicht kopflos hinein gestolpert, deswegen dürfen wir auch jetzt nicht kopflos hinaus stolpern. Das ist nicht zu verantworten." (Frank Walter Steinmeier (SPD) 8. September 2009)
"Es wäre aber nicht gut, Afghanistan zu einem Hauptthema im Wahlkampf zu machen. Auf dem Rücken der Soldaten sollte kein Wahlkampf gemacht werden." (SPD-Fraktionschef Struck am 8. September 2009)
"Ich selbst verstehe jeden Soldaten, der sagt: In Afghanistan ist Krieg, egal, ob ich nun von ausländischen Streitkräften oder von Taliban-Terroristen angegriffen, verwundet oder getötet werde." (Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) am 3. November 2009)
"Auch wenn es nicht jedem gefällt, so kann man angesichts dessen, was sich in Afghanistan, in Teilen Afghanistans abspielt, durchaus umgangssprachlich – ich betone umgangssprachlich – in Afghanistan von Krieg reden". (Guttenberg am 4. April 2010)
"Krieg ist traditionell eine militärische Auseinandersetzung zwischen zwei oder mehr Staaten mit der Absicht der Eroberung oder Unterdrückung. Das ist in Afghanistan erkennbar nicht der Fall." (Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am 18. April 2010)
"Ich habe für die Bundesregierung im Deutschen Bundestag erklärt, dass es sich um einen bewaffneten Konflikt handelt. Das mag manchem nicht gefallen haben, aber so gefährlich ist die Lage. Etwas Gefährlicheres gibt es im Völkerrecht nicht." (Westerwelle am 18. April 2010)
"Wenn man sich mit der Realität unserer Soldaten befasst, ist das eben in der Region Kundus so, dass sie in wirklichen Gefechten stehen - so wie Soldaten das in einem Krieg tun. (...) Ich finde, das sollte man beim Namen nennen." (Kanzlerin Angela Merkel in Masar-i-Scharif, 18.Dezember 2010)
"Wenn wir die Sicherheit allmählich in afghanische Hände übergeben wollen, dann geht es nur so, dass wir es mit den Afghanen zusammen tun." (Verteidigungsminister Thomas de Maizière am 29. Mai 2011)
Die Favoriten unseres Homepage-Teams

Die Fans verkniffen sich nach dem 0:1 des HSV gegen Bayer Leverkusen Pfiffe in Richtung van der Vaart & Co
11:00HSV verpasst Europa League
Trotz 0:1 gegen Leverkusen: Eine Niederlage, die versöhnt

Die HSV-Fans belohnten den kämpferischen Auftritt ihrer Mannschaft nach dem Schlusspfiff mit Beifall. Auch Trainer Fink zieht ein positives Saisonfazit. Kritik kommt dagegen von Ex-Manager Netzer. mehr...

Denmark's De Forest sits next to her trophy after winning the 2013 Eurovision Song Contest in Malmo
12:30Nach Sieg in Malmö
Dänen sorgen sich um ESC-Finanzierung 2014

Der Triumph von Emmelie de Forest bringt den Eurovision Song Contest zum dritten Mal nach Dänemark. In den ersten Jubel mischt sich bereits Sorge – wegen der hohen Kosten des Monster-Events. mehr...


Im Laufe des Jahres soll geklärt werden, ob bestimmte MOX-Mischoxid-Brennelemente in niedersächsischen Atomkraftwerken weiterhin eingesetzt werden. Bürgerinitiativen kritisieren, dass das enthaltene Plutonium wesentlich giftiger als Uran ist (Symbolfoto)
11:16Niedersachsen
Kernkraftwerk Emsland geht vorübergehend vom Netz

Für die kommenden drei Wochen wird das Atomkraftwerk Emsland nicht im Einsatz sein. Nach Angaben des Umweltministeriums sollen Brennelemente ausgetauscht werden. mehr...


Baschar al-Assad bei einem Interview im April 2013
12:39Bürgerkrieg
Assad lehnt Friedensgespräche ab – Syrien droht Israel

Assad hält die russisch-amerikanische Initiative für chancenlos. Das sagte der Machthaber in einem Interview. Einem Bericht zufolge hat Syrien modernste Raketen gegen Israel in Stellung gebracht. mehr...

Alles über Ihre Straße

Top-Videos
Block House zeigt:
Matz ab nach dem 0:1 gegen Leverkusen

Nach der Bundesliga-Partie gegen Bayer Leverkusen diskutierten Dieter Matz und Marcus Scholz mit den Ex-Profis Harry Bähre und Klaus Fock…mehr »

Top Bildergalerien mehr
HSV

Das Spiel gegen Leverkusen in Bildern

Nordseeinsel

Sylter Marsch - vom Ellenbogen bis Hörnum

Die ESC-Party auf der Reeperbahn

Entwürfe für neue Süderelbebrücke bei Moorburg

Highlights
rb_wetter_926045a.jpg
Wetter in Hamburg

Der aktuelle Wetterbericht mit Karte und Vorhersagemehr

rb_stadtplan_926042a.jpg
Stadtplan Hamburg

Mit dem Hamburger Stadtplan Adresse und Orte findenmehr

rb_webcam_926043a.jpg
Webcams

Besuchen Sie online die schönsten Orte der Welt. mehr