15.08.12

Syrien

Drei Verletzte bei Bombenanschlag in Damaskus

Die Explosion erfolgte unweit des Hotels, in dem die Mitglieder der UN-Beobachtermission untergebracht sind. Drei Menschen wurden verletzt.

Foto: dpa/DPA
blast scene
Laut Staatsfernsehen explodierte die an einem Tankfahrzeug befestigte Bombe in der Nähe eines rund 300 Meter vom Dama Rose Hotel entfernten Parkplatzes, der von der Armeeführung genutzt werde

Damaskus/Beirut. Vor einem Bürohaus der syrischen Armee im Zentrum von Damaskus ist am Mittwochmorgen eine Bombe explodiert. Das staatliche syrische Fernsehen zeigte Schäden an der Fassade des Gebäudes sowie Feuerwehrfahrzeuge beim Löschen eines Brandes neben dem Gebäude. Nach Angaben des Senders sollen drei Menschen verletzt worden sein. Nach Darstellung des saudischen Fernsehsenders Al-Arabija bekannte sich die Rebellen-Armee FSA (Freie Syrische Armee) zu dem Anschlag.

Am 18. Juli hatte ein Bombenanschlag im Inneren des Gebäudes des nationalen Sicherheitsrates vier führende Vertreter des Sicherheitsapparates getötet, unter ihnen den Verteidigungsminister und einen Schwager von Präsident Baschar al-Assad. Die Explosion am Mittwoch erfolgte unweit des Hotels, in dem die Mitglieder der UN-Beobachtermission UNSMIS untergebracht sind. Auch das Gebäude des Staatsfernsehen und etliche Sicherheitszentralen liegen in der Nähe des Anschlagsortes. Die gesamte Umgebung gilt als schwer abgesichert.

+++ Ahmadinedschad will Assad retten +++

+++ Blutvergießen nimmt kein Ende - Druck auf Assad steigt +++

Moskau stellt Mandatsänderung für UN-Syrienbeobachter in Aussicht

Unterdessen hat sich Russland knapp eine Woche vor dem Auslaufen des Mandats der UN-Beobachtermission in Syrien offen für eine Änderung des Auftrags gezeigt. "Modifizierungen" seien möglich, teilte das Außenministerium in Moskau der Agentur Interfax am Mittwoch mit. "Ein Abzug (...) hätte schwere negative Folgen nicht nur für das Land, sondern für die ganze Region", warnte das Ministerium. Die UN-Vetomacht Russland unterstütze "in jedem Fall" eine Ausdehnung des Mandats, das am 20. August ausläuft. Zuletzt hatte sich Russland gegen eine Änderung des Auftrags und der Ausstattung der 300 unbewaffneten Militärbeobachter gewehrt.

(Mit Material von dpa)

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