50 Jahre nach dem Krieg
USA schicken Experten zur Säuberung in den Vietnam
Im Landesinneren wollen die Amerikaner insgesamt 73.000 Kubikmeter verseuchten Boden reinigen, um "Altlasten der Vergangenheit zu begraben".
Hanoi. US-Experten haben in Vietnam begonnen, mit dem Entlaubungsmittel "Agent Orange" verseuchte Böden zu reinigen. Am Flughafen von Danang in Zentralvietnam sollen 73.000 Kubikmeter Erde abgetragen und entgiftet werden. "Wir bewegen die Erde zusammen und machen erste Schritte, um Altlasten aus unserer Vergangenheit zu begraben", sagte US-Botschafter David Shear beim ersten Spatenstich nach Angaben der US-Botschaft in Hanoi.
Der Flughafen war während des Vietnamkriegs ein US-Stützpunkt. Die USA setzten das dioxinhaltige Mittel unter anderem ein, um Wälder zu entlauben. Die Absicht war es, die geheimen Pfade der Guerillakämpfer aus der Luft besser zu entdecken.
Die Chemikalien sind hoch krebserregend und verursachen Fehlbildungen bei ungeborenen Kindern. Nach vietnamesischen Angaben leiden vier Millionen Menschen an den Folgen der Verseuchung. "Die USA haben den Opfern nie finanziell geholfen", sagte Mai The Chinh vom Verband Dioxingeschädigter. Selbst in der dritten Generation würden Kinder mit Fehlbildungen geboren.
Im vergangenen Jahr hatten die USA ein Projekt finanziert, um nicht detonierte Minen und Bomben aufzuspüren und zu entschärfen. (dpa)















