Peru
Neuer Regierungschef verspricht Bergbau-Gegnern Dialog
Nach blutigen Anti-Bergbau-Protesten in Peru hat Präsident Ollanta Humala zum dritten Mal im ersten Amtsjahr die Regierung umgebildet.
Buenos Aires. Nach blutigen Anti-Bergbau-Protesten in Peru hat Präsident Ollanta Humala zum dritten Mal in seinem ersten Amtsjahr die Regierung umgebildet. Als neuer Regierungschef wurde am Montagabend (Ortszeit) der bisherige Justizminister und Menschenrechtsanwalt Juan Jiménez vereidigt, wie die Tageszeitung "El Comercio" berichtete. Fünf neue Minister wurden für die Ressorts Justiz, Inneres, Verteidigung, Gesundheit und Landwirtschaft bestellt.
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Der neue Ministerpräsident zeigte sich kompromissbereit. "Das ist ein Kabinett des Dialogs", sagte er. Soziale Konflikte würden in Verhandlungen gelöst. Zuvor war das alte Kabinett unter Premierministers Óscar Valdés geschlossen zurückgetreten. Valdés wird für das harte Vorgehen von Polizei und Militär gegen Demonstranten verantwortlich gemacht. Seit Anfang Juli kamen dabei fünf Menschen ums Leben. Der linksgerichtete Präsident Humala ist mit wachsenden Protesten in den Bergbauregionen konfrontiert, in denen er im vergangenen Jahr einen Großteil der Stimmen erhielt.
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Die Proteste in der Region Cajamarca richten sich gegen die US-Firma Newmont Mining, die ab 2014 für rund 4,8 Milliarden US-Dollar eine der weltgrößten Goldminen ausbeuten will. Hauptkritikpunkt ist die geplante Ableitung von vier Seen, die die von der Landwirtschaft lebende Bevölkerung mit Wasser versorgen. Der Bau der Minenanlagen wurde nach heftigen Protesten im Dezember 2011 vorerst ausgesetzt.














