23.07.12

Südafrika

EU könnte Sanktionen gegen Simbabwe aufheben

Das südafrikanische Land will mit Ministerpräsidenten Morgan Tsvangirai in die Weltgemeinschaft zurückkehren. Reformen zeigen Wirkung.

Foto: REUTERS
Zimbabwean PM Tsvangirai addresses supporters at a rally in Bulawayo
Ministerpräsident Morgan Tsvangirai will Simbabwe zurück in die Weltgemeinschaft führen

Canberra/Harare. Die Europäische Union hat Simbabwe die Aufhebung von Sanktionen in Aussicht gestellt. Die europäische Staatengemeinschaft sei von Reformen in dem südafrikanischen Land ermutigt, sagte der EU-Botschafter in Simbabwe, Aldo Dell Ariccia, am Montag. Ein "friedliches und glaubwürdiges Referendum" über die neue Verfassung des Landes werde es rechtfertigen, Sanktionen gegen zahlreiche Personen aufzuheben.

Derzeit ist es rund 110 Politikern und Anhängern des langjährigen Machthabers Robert Mugabe untersagt, nach Europa zu reisen und dort Geschäfte zu tätigen. Nach Angaben von EU-Beamten wären die Strafmaßnahmen gegen Mugabe selbst und seine engsten Verbündeten von einer Lockerung der Sanktionen nicht unmittelbar betroffen.

Simbabwe will sich nach den Worten von Ministerpräsident Morgan Tsvangirai seiner Außenseiterrolle entledigen und sich wieder der Weltgemeinschaft anschließen. Mit internationaler Hilfe "sollten wir in der Lage sein, das Land zu retten", sagte Tsvangirai am Montag vor dem australischen Parlament. Er betreibe seit 2009 eine Regierung mit Präsident Robert Mugabe, um die "dunkle und unglückliche Geschichte (...) politischer Polarisierung" zu beenden.

Simbabwe zählt zu den ärmsten Ländern der Welt und wurde von Mugabe seit Jahrzehnten autoritär regiert. Der Aufstieg von Tsvangirais oppositioneller Bewegung für Demokratischen Wandel (MDC) zwang Mugabe zwar vor drei Jahren zu einer Vereinbarung über die Teilung der Macht. In ihrer Regierungsarbeit sah sich die MDC jedoch immer wieder vor neuen Hürden. (dapd/abendblatt.de)

Diese deutschen Promis helfen in Afrika
Karlheinz Böhm (83): Der frühere Schauspieler gründete 1981 die Stiftung "Menschen für Menschen". Sie will in Äthiopien "Hilfe zur Selbstentwicklung" leisten. Zu den Schwerpunkten der Projekte zählen die Bereiche Bildung, Infrastruktur, Wasserversorgung, Landwirtschaft, Gesundheit und Infrastruktur. So hat die Stiftung zahlreiche Schulen, Krankenhäuser und Brunnen ermöglicht.
Alfred Biolek (77): Um Jugendlichen in Afrika zu helfen, sich vor ungewollten Schwangerschaften und Aids zu schützen, rief der Fernsehmoderator 2005 die "Alfred Biolek Stiftung" ins Leben. Sie wird von der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung verwaltet. Zu den Projekten gehören sogenannte Youth-to-Youth-Klubs, bei denen informierte Jugendliche mit anderen Jugendlichen über Sexualität, Verhütung und Aids sprechen. In Theater- und Tanzaufführungen tragen sie die Themen weiter in die Gemeinden.
Peter Krämer (60): Der Hamburger Unternehmer rief gemeinsam mit dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen Unicef und der Nelson Mandela Stiftung die Kampagne "Schulen für Afrika" ins Leben. Sie ermöglicht, dass Kinder in verschiedenen afrikanischen Ländern einen guten Platz zum Lernen bekommen. So wurden nach Unicef-Angaben seit 2005 mehr als 1000 Schulen gebaut oder instand gesetzt, Lehrer geschult und mit Unterrichtsmaterial versorgt. Unicef setzt die Spenden aus der Aktion in Angola, Äthiopien, Burkina Faso, Madagaskar, Malawi, Mali, Mosambik, Niger, Ruanda, Simbabwe und Südafrika ein.
Quelle: dpa
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