Anschlag in Sanaa
Jemen: Selbstmordattentäter tötet zehn Polizeischüler
Selbstmordattentäter hat vor einer Polizeiakademie in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa mindestens sechs Menschen in den Tod gerissen. Der Angreifer habe sich in eine Gruppe von Kadetten geworfen.
Sanaa. Der Terror im Jemen ist auch nach den militärischen Erfolgen der Regierungstruppen in den südlichen Al-Kaida-Hochburgen keineswegs gebannt. In der Hauptstadt Sanaa sprengte sich am Mittwoch ein Selbstmordattentäter vor einer Polizeiakademie in die Luft. Er riss nach Angaben des Verteidigungsministeriums zehn Polizeischüler mit in den Tod. 20 Menschen seien verletzt worden, hieß es. Der Attentäter selbst sei zwei Stunden nach dem Anschlag im Krankenhaus an den Folgen seiner Verletzungen gestorben. Er habe kurz vor seinem Tod noch seinen Namen genannt. Der Terrorist wird dem al-Qaida-Netzwerk zugerechnet. Er soll sich nach Unterrichtsschluss zwischen die Polizeischüler gemischt und dann sofort seine Bombe gezündet haben.
Die jemenitische Armee hatte zuletzt al-Qaida-Terroristen, die während der politischen Unruhen im vergangenen Jahr in der südlichen Provinz Abijan Fuß gefasst hatten, aus mehreren Städten vertrieben.
Am 21. Mai waren bei einem Terroranschlag der militanten Islamisten während einer Militärparade in Sanaa 96 Menschen getötet und etwa 300 Menschen verletzt worden. Zu diesem Anschlag hatte sich später die Organisation Al-Kaida auf der Arabischen Halbinsel bekannt. (dpa)












