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Ausland

Luxemburg und Saarland fordern AKW-Abschaltung

Luxemburg. Die Regierungschefs des Saarlandes und von Luxemburg, Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) und Jean-Claude Juncker, sind "besorgt" über den Störfall im französischen Atomkraftwerk Cattenom. Beide verlangen von Frankreich Aufklärung über die Ursachen des Zwischenfalls in dem Kernkraftwerk unweit der französisch-deutsch-luxemburgischen Grenze. Zugleich machten Juncker und Kramp-Karrenbauer gestern klar, dass sie die dauerhafte Stilllegung der Atomanlage wünschen.

"Wir haben uns über die Vorkommnisse in Cattenom unterhalten und möchten unsere Besorgnis über die Vorfälle dort zum Ausdruck bringen", sagte Juncker nach einem Gespräch mit Kramp-Karrenbauer. "Wir möchten hier nicht Panikstimmung machen, sind aber trotzdem entschlossen, von der französischen Seite die Erklärungen einzufordern, die wir brauchen." Kramp-Karrenbauer sagte, sie teile die Besorgnis. Wichtig sei zu wissen, ob es sich um einen "aktuellen Vorfall" oder "um Konstruktionsmängel" handele. "Wir sind uns einig, dass natürlich die Abschaltung von Cattenom die beste der Möglichkeiten ist."

Im Atomkraftwerk Cattenom war Mitte Januar bei einer Kontrolle entdeckt worden, dass ein Bauteil fehlt. Dadurch bestand die Gefahr, dass das Lagerbecken leerläuft. Erst vor einigen Tagen stufte die französische Atomaufsicht den Zwischenfall zu einem Störfall hoch.(dpa)

 

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