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Ausland

Merkel: Angriff auf den Irak vermeidbar

Washington/Berlin. Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hat ihre Gespräche mit hochrangigen Politikern in Washington fortgesetzt. Am zweiten Tag ihres USA-Besuchs traf sie mit dem republikanischen Senator John McCain zusammen, einem Ex-Präsidentschaftskandidaten. Merkel hält einen Angriff auf den Irak weiter für vermeidbar. Derzeit gehe es um die Erhöhung des Drucks, sagte sie in Interviews mit US-Medien. Allerdings müsse man darauf achten, dass Uneinigkeiten zwischen den Partnern nicht dazu führten, dass Saddam Hussein den Kopf aus der Schlinge ziehe. Vielmehr gehe es darum, die Risiken beim Kampf gegen den Terror und bei der Entwaffnung des Iraks zu teilen. Sie habe von ihren Gesprächspartnern in den USA immer wieder gehört, dass alle Anstrengungen unternommen werden sollten, um zu verhindern, dass es eine militärische Aktion gebe, betonte die CDU-Vorsitzende im ARD-"Morgenmagazin". Der ehemalige Staatsminister im Auswärtigen Amt, Ludger Volmer, warf Merkel vor, sie falle "der deutschen Regierung und der europäischen Politik zu einem Zeitpunkt in den Rücken, da die Mehrheiten im Sicherheitsrat und der internationalen Staatengemeinschaft sich der Verlängerung der friedlichen Option zuneigen". Die CDU-Vorsitzende verrate das deutsche Interesse, sagte der Grünen-Politiker. Merkel hatte sich in einem Artikel für die "Washington Post" deutlich von der Irak-Politik der Bundesregierung distanziert. Darin hieß es: "Schröder spricht nicht für alle Deutschen." Indessen haben CDU-Abgeordnete aus Berlin und Brandenburg US-Präsident George Bush ihre Solidarität versichert und die Bundesregierung angegriffen. "Es ist uns ( . . . ) ein Herzensanliegen, Ihnen mitzuteilen, dass wir beschämt sind, wie sich unsere Bundesregierung im Irak-Konflikt im UNO-Sicherheitsrat, aber auch innerhalb der NATO verhält", heißt es in dem unter anderem von Brandenburgs Innenminister Jörg Schönbohm unterzeichneten Schreiben, dem sich 27 CDU-Mandatsträger angeschlossen haben.

 

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