Konfliktforscher zählen 2010 weniger Kriege
Heidelberg. Im Jahr 2010 gab es im Vergleich zum Vorjahr weltweit weniger Kriege. Zu diesem Ergebnis kommen die Forscher des Heidelberger Instituts für Internationale Konfliktforschung (HIIK). Laut dem neu aufgestellten "Konfliktbarometer" zählt die Forschergruppe für das Jahr 2010 sechs Kriege. Das sind zwei weniger als noch im vergangenen Jahr.
Als Kriege bezeichnen die Forscher wie auch im Vorjahr schon die gewaltsamen Auseinandersetzungen im Irak, in Somalia, Afghanistan und Pakistan. Neu hinzu kamen der Drogenkrieg in Mexiko und die sudanesische Krisenregion Darfur. Weggefallen seien dagegen Sri Lanka, Jemen, Israel und Auseinandersetzungen zwischen Taliban-Kämpfern und Stammesmilizen in Pakistan.
Außerdem zählten die Politikwissenschaftler in diesem Jahr insgesamt 28 hochgewaltsame Konflikte, also Auseinandersetzungen mit massivem Einsatz von Gewalt und gravierenden Folgen, zu denen auch die Kriege zählen. Das sind fünf Konflikte weniger im Vergleich zum Vorjahr. Betroffen seien vor allem der Nahe und Mittlere Osten sowie Asien.



100. Geburtstag
Axel Springer

Branchenbuch Hamburg




Abendblatt auf Facebook

Das Rätsel des Tages




