Dutzende Opfer bei Anschlag in Pakistan
Selbstmordattentäter reißt 45 Menschen in den Tod
Ein Gefängnis wurde beschädigt. Über 30 Gefangenen gelang die Flucht. War das Attentat Rache für die Offensive gegen al-Qaida?
Ein Mann wird von Ärzten nach dem Anschlag versorgt. Mindestens 45 Menschen starben in der Unruheprovinz Mohmand.
Foto: Reuters/REUTERS
Islamabad. Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag im unruhigen Nordwesten Pakistans mindestens 45 Menschen mit in den Tod gerissen. Wie der Regierungsbeamte Rasool Khan der Nachrichtenagentur dpa sagte, wurden mehr als 75 Menschen verletzt, als der Täter den in seinem Auto versteckten Sprengsatz vor einem Verwaltungsgebäude im Stammesgebiet Mohmand zündete. Unter den Opfern seien viele Frauen und Kinder.
Den Angaben zufolge wurden durch die Wucht der Explosion mehrere Gebäude schwer beschädigt. Darunter sei auch ein Gefängnis, aus dem nach dem Anschlag mindestens 35 Gefangenen die Flucht gelungen sei, sagte Khan weiter. Bei den Flüchtigen handele es sich um Kleinkriminelle. Zunächst hatten die Behörden befürchtet, dass auch Kämpfer der radikal-islamischen Taliban entkommen sein könnten.
Das Stammesgebiet Mohmand liegt an der Grenze zu Afghanistan und gilt als eine Hochburg der Taliban und als Rückzugsraum für Angehörige der Terrororganisation al-Qaida. In Mohmand und anderen Teilen der Gebirgsregion geht das pakistanische Militär seit Monaten verstärkt gegen die Extremisten vor.




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