Verhandlungen in Bonn
Uno-Konferenz endet ohne Signal für Klima
Bonn. Die Uno-Klimaschutzpolitik tritt nach dem Scheitern des Kopenhagener Gipfels weiter auf der Stelle. Die Uno-Klimakonferenz in Bonn konnte sich nicht auf inhaltliche Weichenstellungen für die weiteren Verhandlungen zu einem Abkommen verständigen. Vereinbart wurde lediglich ein grober Fahr- und Arbeitsplan. Damit hängt ein neues Abkommen weiter in der Luft. Mit zwei zusätzlichen Uno-Konferenzen soll der nächste Gipfel in Cancún (Mexiko) im November/Dezember vorbereitet werden. Damit solle in Cancún ein "starkes Ergebnis" ermöglicht werden, erklärte das Uno-Klimasekretariat nach dem Ende der dreitägigen Bonner Konferenz.
Außer Eckverständigungen auf das weitere Verfahren bei den Uno-Verhandlungen gab es in Bonn keine Ergebnisse und keine neue Dynamik. Offen blieb vor allem, was genau in Cancún angestrebt werden soll.
Die Konferenz habe erneut gezeigt, dass der Uno-Verhandlungsprozess "in einer großen Krise steckt", sagte der Klimakoordinator von Greenpeace, Martin Kaiser. Es war die erste Uno-Konferenz seit dem Klimagipfel von Kopenhagen, der im Dezember nur mit dem Mini-Ergebnis einer politischen Vereinbarung endete. Bei der Bonner Konferenz habe sich der Eindruck ergeben, dass viele Länder auch in Cancún kein Abkommen wollten, sagte Kaiser. Auch die EU habe sich nicht mit genügend Engagement hervorgetan. Die USA seien wegen fehlender nationaler Gesetzgebung weiter gelähmt.



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