07.02.10

Einsatz am Kundus

Bundeswehr prüft angeblichen Tod einer 14-Jährigen

Bei einem Gefecht zwischen Bundeswehr und Taliban sollen Kinder verletzt oder getötet worden sein. Der Vorfall wird jetzt geprüft.

Foto: dpa
Bundeswehrsoldat
Die in Afghanistan stationierten Bundeswehrsoldaten werden immer wieder in Gefechte mit Aufständischen verwickelt.

Kabul/Kundus. Die Bundeswehr prüft Berichte, wonach bei einem Feuergefecht zwischen deutschen Soldaten und Aufständischen in Afghanistan eine 14-Jährige ums Leben gekommen sein soll. Bisher sei unklar, ob der von afghanischer Seite berichtete Tod des Mädchens im Zusammenhang mit einem Vorfall am Freitag stehe, sagte ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam am Wochenende. Die örtlichen Behörden hatten erklärt, bei einem Gefecht zwischen Taliban und Bundeswehrtruppen seien eine 14-Jährige getötet und eine Sechsjährige verletzt worden. Wer auf die Kinder gefeuert habe, sei jedoch unklar.

Die Bundeswehr hatte bereits am Freitag von einem Gefecht in der Nähe von Kundus berichtet. Deutsche Sicherheitskräfte seien von Aufständischen angegriffen und in ein Gefecht verwickelt worden, hieß es. Ein Aufständischer sei dabei vermutlich verwundet worden. Nach Beschuss einer Polizeistation hätten deutsche Soldaten zudem ein verletztes Kind medizinisch versorgt und zur Weiterbehandlung in das deutsche Feldlager gebracht.

In der nordöstlich der Hauptstadt Kabul gelegenen Provinz Kapisa nahmen US-Soldaten unterdessen einen ranghohen Offizier der afghanischen Polizei wegen des Verdachts der Korruption fest. Dem stellvertretenden Polizeichef der Provinz, Atahullah Wahaab, werde auch Zusammenarbeit mit Aufständischen vorgeworfen, sagte ein Sprecher des Gouverneurs am Sonntag. Da jedoch weder Provinzregierung noch Innenministerium über die Festnahme am Vortag informiert worden seien, habe man die US-Armee offiziell um eine Erklärung ersucht.

Ein Sprecher der Internationalen Schutztruppe ISAF sagte, Nato-Truppen und afghanische Sicherheitskräfte hätten den Offizier aufgrund "illegaler Aktivitäten und Korruption" festgenommen. So sei der Mann unter anderem in die Vorbereitung von Anschlägen verwickelt gewesen. Aus afghanischen Sicherheitskreisen verlautete zudem, er habe von Baufirmen Schutzgelder kassiert. Präsident Hamid Karsai hatte nach seiner Wiederwahl im vergangenen Jahr angekündigt, die Korruption in Verwaltung und Sicherheitsapparat stärker zu bekämpfen.

(dpa)
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