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Ausland

Pulverfass Iran

Ahmadinedschad droht dem Westen im Atomstreit

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die Anreicherung von Uran auf 20 Prozent in seinem Land angeordnet. Der Atomstreit geht weiter.

Die internationalen Gemeinschaft hoffte auf eine Annährung im Streit mit Iran. Doch Präsident Mahmud Ahmadinedschad holt nun zum Gegenschlag aus.
Foto: dpa

Teheran. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat der Weltgemeinschaft gedroht, sein Land könne in Kürze mit der Produktion hoch angereicherten Urans beginnen. Der Iran werde mit der Anreicherung auf einen Grad von 20 Prozent starten, wenn der Westen nicht aufhöre mit dem Iran "Spielchen zu spielen“, sagte Ahmadinedschad in Teheran. Der Iran sei technisch in der Lage dazu. Die Äußerungen des Präsidenten kamen einen Tag, nachdem der Atromstreit im Mittelpunkt der Internationalen Sicherheitskonferenz in München gestanden hatte.

Irans Außenminister Manuchehr Mottaki hatte mit seinem Auftritt in München für weitere Verwirrung und teils deutliche Ablehnung gesorgt. Der Besuch war zunächst als Zeichen der Hoffnung für einen Weg aus dem jahrelangen Atomstreit mit dem Iran gewertet worden. Westliche Politiker hatten sich jedoch nach den Gesprächen in München enttäuscht über die Ergebnisse geäußert.

Das islamische Land reichert Uran bisher nur auf einen Grad von 3,5 Prozent des spaltbaren Isotops U 235 an. Ahmadinedschad hatte vor wenigen Tagen erklärt, sein Land sei bereit, das schwach angereicherte Material im Ausland auf den Grad von 20 Prozent bringen zu lassen, um es in einem medizinischen Forschungsreaktor einsetzen zu können. Der Atomdeal droht aber an Details zu scheitern. Der Westen kündigte für diesen Fall verschärfte Wirtschaftssanktionen gegen den Iran an. Der US-Senator Joe Lieberman drohte dem Iran sogar mit militärischem Eingreifen.

(dpa)

Urananreicherung:

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