Todesurteile
Zwei Oppositionelle im Iran hingerichtet
Als „Feinde Gottes" waren die zwei Männer bei den jüngsten Protesten im Iran festgenommen worden. Ihre politische Haltung hat sie das Leben gekostet.
Bei den jüngsten Demonstrationen gegen das iranische Regime halten Demonstranten ein Foto des verstorbenen Großajatollahs Hussein Ali Montaseri hoch. Er galt als Symbolfigur für den Widerstand gegen die Regierung. Bei den Protesten wurden zahlreiche Oppositionelle festgenommen, zwei von ihnen jetzt hingerichtet.
Foto: dpa/DPA
Teheran. Zwei Anhänger der iranischen Opposition sind einem Medienbericht zufolge im Iran hingerichtet worden. Die beiden Männer seien während der jüngsten regierungskritischen Proteste festgenommen und als „Feinde Gottes“ verurteilt worden, meldete die amtliche iranische Nachrichtenagentur Isna. Den Angaben zufolge war einer der beiden Männer Mitglied einer monarchistischen Gruppe, der andere habe der verbotenen Organisation der Volksmudschahedin angehört. Die Männer seien durch den Strang hingerichtet worden, meldete Isna weiter.
Seit der umstrittenen Wiederwahl von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im vergangenen Sommer geht die Opposition des Landes immer wieder auf die Straße. Die Unruhen, bei denen dutzende Menschen getötet und mehr als 4000 Regierungskritiker festgenommen wurden, stürzten den Iran in die schwerste innenpolitische Krise seit Gründung der Islamischen Republik vor 30 Jahren. Bei der Niederschlagung der Proteste Ende Dezember wurden amtlichen Angaben zufolge acht Menschen getötet, unter ihnen auch ein Neffe des Oppositionspolitikers Mir-Hossein Mussawi.




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